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Neuanfang für Dorfladen in Höfen

Von: P. St.
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Das des Höfener Konsums vor dem Neustart: v. li.: Lydia Sories, Bozena Rader, Heinz Rader, Cilly Kirch und Melanie Conrads. Foto: P. Stollenwerk

Höfen. Nur einige Kilometer weiter in westlicher Richtung beginnt belgisches Staatsgebiet und daran schließt sich das dünn besiedelte Schleidener Land an. Wenn Heinz Rader den Standort des von ihm gegründeten Dorfladens in Höfen auf der Landkarte betrachtet, dann weiß der 71-Jährige, dass sich sein Geschäft nicht gerade in einer Top-Lage befindet. Doch der Laden in der Weiherstraße, im 2000 Einwohner-Ort nur unter dem Namen Konsum bekannt, ist eine feste Größe im Golddorf Höfen, und im Konzert der großen Lebensmittelanbieter möchte er auch weiterhin mitspielen.

Für den Konsum beginnt das neue Jahr mit einigen einschneidenden Veränderungen. Zunächst einmal trennten sich die Wege des Konsums und des Großhandelskonzerns Rewe, der bislang den Laden belieferte. „Die Rewe ist mit den kleinen Läden groß geworden, doch jetzt haben sie ihre Strategie geändert, was man aus geschäftlicher Sicht durchaus verstehen kann“, sind sich Heinz Rader und seine Tochter Melanie Conrads, die jetzige Inhaberin des Konsums, einig.

Sie sehen in dem Wechsel aber auch zugleich eine Chance, den Laden mit 200 Quadratmeter Verkaufsfläche nebst Getränkemarkt für die Zukunft zu stabilisieren. Familientradition und Stammkundschaft sind die Säulen des Geschäftes.

Seit 80 Jahren befindet sich der 1898 in Höfen gegründete Konsum in Familienbesitz, und als Heinz Rader 1966 das Geschäft übernahm, gehörten die Dorfläden wie die Kirchtürme in die Ort der Eifel. „Unser Problem ist, dass die Stammkundschaft immer geringer wird“, sagt Heinz Rader. Zum Wochenende finden zwischen 100 und 120 Kunden in den Laden, ansonsten rangiert die Stammkundschaft bei 60 bis 80 Konsumenten.

Außerdem gibt es in Höfen noch die absolute Besonderheit, dass sich nur einen Steinwurf von Konsum entfernt ein weiterer Lebensmittelladen befindet.

Die meisten Kunden zieht es längst in die Großmärkte, und auch die Rentner sind heute so mobil, dass Einkaufstouren zum Alltag gehören, und die jungen Leute erledigen in der Regel ihre Einkäufe unterwegs. Dafür können die kleinen Läden, wie auch der Höfener Konsum, einen anderen Service bieten: Sie liefern bestellte Ware noch direkt an die Kundschaft aus.

Zum 1. März 2013 nun läuft der Liefervertrag mit der Rewe friedlich aus nachdem am Mittwoch die letzte Lieferung erfolgte. Als Nachfolger steigt der Lieferant Cames aus Neuss ins Geschäft ein.

Wieder ein Metzger

Mit diesem Wechsel möchte der Höfener Konsum nun auch gleichzeitig einen Neuanfang starten. Die Metzgerei Kirschfink aus Kalterherberg wird künftig täglich Frischfleisch anbieten (bisher war sie nur einmal in der Woche mit einem Verkaufswagen vertreten) und in einem Brot-Shop wird das Angebot an Brot- und Backwaren durch die Bäckerei Möres aus Harperscheid wesentlich erweitert. Dazu findet der Kunde auch künftig stets frische Blumen aus dem Blumenhaus Keischgens.

Am Freitag und Samstag, 1. und 2. März, hofft der Konsum mit kleinen Angeboten auf eine erfolgreiche Neueröffnung. Bisher ist die Resonanz im Dorf erfreulich gut, wie Melanie Conrads berichtet: „Wie man hört, sind alle froh, dass sich die Situation in Höfen verbessern wird.“

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