Naturschutzbund: Greifvögel brauchen Hilfe

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Wenn man einem Turmfalken für sein Nest keinen Turm anbieten kann, sollte man ihm einen Turmfalkenkasten bauen. Anleitungen dazu gibt es beim Nabu. Foto: imago/Reiner Bernhardt

Nordeifel. Greifvögel waren über Jahrhunderte hinweg gefürchtet und verfemt, wurden mit allerlei Schauermärchen verbunden und gehasst - nur langsam lüftete sich der Schleier, der die faszinierende Lebensweise den Menschen nahe brachte. Noch heute werden immer wieder Greifvögel illegal getötet, ein Umstand, der den Naturschutzbund (Nabu) nicht ruhen lässt.

Dass unsere heimischen Greifvögel viel mehr Aufmerksamkeit verdienen und es sich lohnt, ein Augenmerk auf sie zu richten, meint auch der Nabu und weist darauf hin, dass weite Teile der Bevölkerung kaum um die Lebensweise von Bussard, Turmfalke, Sperber und Co wissen, und dass es dringend notwendig ist, ihnen zu helfen.

„Greifvögel sind kleine Wunderwerke der Natur”, sagt ein Naturschützer: „Sie sehen unendlich viel besser als wir Menschen und viele andere Säugetiere, sie können Beutetiere erkennen, einige am Boden, andere vorwiegend in der Luft, wie es für uns Menschen undenkbar wäre.”

Dass für einige Greifvögel (neben der Lebensraumerhaltung und Verbesserung, hin zu einer arten- und strukturreichen Landschaft) auch Nisthilfen geschaffen und Nistplätze geöffnet werden können, etwa für den Turmfalken, ist vielen Zeitgenossen sogar gänzlich unbekannt.

Der Nabu hat daher ein kleines Informationspaket zu Greifvögeln zusammengestellt, das aus der farbigen Greifvogelbroschüre, dem Heft über den Turmfalken, einst Vogel des Jahres, und einer Bauplansammlung besteht, in der auch Baupläne für einen Turmfalkenkasten und für Greifvogelansitze enthalten sind. Es kann angefordert werden gegen Einsendung von 5 Euro beim Nabu, Stichwort Greifvögel, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg.

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