Nationalpark Eifel: Ohne Ehrenamt wäre vieles nicht möglich

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Zu den Angeboten der vielen ehrenamtlichen Helfer des Eifeler Nationalparks gehört auch eine Fotoexkursion der Waldführer. Foto: Nationalparkverwaltung Eifel /S. Montag

Nordeifel. Knapp 400 Führungen hätte es nicht gegeben und mehr als 5000 Menschen hätten im vergangenen Jahr die Natur im Nationalpark Eifel mit seinen zahlreichen Tierarten nicht kennenlernen können – wären da nicht die vielen ehrenamtlichen Wissenschaftler gewesen, die all die Tierarten letztlich gesucht, gefunden und kartiert hatten.

Die ehrenamtlichen Naturliebhaber und Unterstützer des Nationalparks Eifel sind in zahlreichen Aufgabenbereichen eine große Hilfe. Allein im Jahr 2012 nahmen rund 38.000 Besucher an Umweltbildungsangeboten und Führungen der Nationalparkverwaltung teil. Da ist die Unterstützung von 150 ehrenamtlichen Waldführern von enormer Bedeutung.

So unterschiedlich der Einsatz, der regelmäßig für den Nationalpark ehrenamtlich Aktiven ist, so unterschiedlich sind die Ehrenamtler selbst. Unter ihnen gibt es eine riesige Bandbreite an Lebensläufen und Berufsbildern: Der eine spricht französisch, der andere beherrscht sogar die Gebärdensprache. Andere sind auf Erlebnispädagogik, Pflanzen oder Vögel spezialisiert. Sie führen Gruppen, begleiten Kutschfahrten und Schiffstouren oder bieten Fotoexkursionen an.

Um auf dem Laufenden zu bleiben, nehmen die Waldführer an etwa 14 Terminen im Jahr an Fortbildungen der Nationalparkverwaltung teil. Wer Waldführer werden möchte, muss eine neuntägige Schulung zum Natur- und Landschaftsführer bei der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW durchlaufen. Interessierte können sich an die Nationalparkverwaltung wenden. Auch das Fachgebiet Forschung der Nationalparkverwaltung weiß vor allem bei der Grundlagenkartierung das Engagement der ehrenamtlich tätigen Wissenschaftler zu schätzen.

Auch nachts im Einsatz

Da gibt es zum Beispiel eine Gruppe von acht botanisch versierten Fachleuten. Sie erfassen in ihrer Freizeit flächendeckend die Farn- und Blütenpflanzen im Großschutzgebiet. Ihnen gelangen seit 2008 viele Nachweise neuer Pflanzenarten für den Nationalpark. Auch fünf Schmetterlingskenner schlagen sich seit fünf Jahren viele Wochenendnächte in entlegenen Nationalparkwäldern um die Ohren, immer auf der Suche nach Nachtfaltern.

Dabei fanden sie schon sehr seltene Schmetterlingsarten, darunter für die Eifel oder gar Nordrhein-Westfalen unbekannte Nachtfalter. Auch für andere Insektengruppen wie Ameisen, Fliegen, Wanzen oder die in Bächen lebenden Kleintiere, für die es oft nur wenige Fachleute in Nordrhein-Westfalen gibt, haben sich begeisterte Ehrenamtler gefunden.

Dank ihnen allen gelingt es der Nationalparkverwaltung, ihren Kenntnisstand über die Artenvielfalt des Großschutzgebietes zu vervollständigen. Daneben gibt es noch viele andere Helfer, die den Nationalpark tatkräftig unterstützen. So beim Zupfen junger Douglasien, der Biotoppflege, dem Instandhalten des barrierefreien Naturerlebnisraumes oder dem kostenlosen zur Verfügung stellen ihrer Fotos. Dazu zählen Schulklassen, Fußballvereine, Hobbyfotografen, Seelsorger, der Förderverein Nationalpark Eifel, Einrichtungen des Landschaftsverbandes Rheinland, das Bergwaldprojekt und viele mehr.

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