Höfen - Narzissenfest in Höfen: Mehr Blüten, weniger Gäste

Narzissenfest in Höfen: Mehr Blüten, weniger Gäste

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
Immer wieder  ein Erlebnis: Au
Immer wieder ein Erlebnis: Auch Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger (re.) betrachtet die Pracht der wilden Narzissen. Links der Vorsitzende des Stiftungsrates der NRW-Stiftung, Prof. Dr. Wolfgang Schumacher.

Höfen. Schön, dass die letzten beiden Wochen, ganz wie es dem April entspricht, von Kühle und Regen geprägt waren: Da konnten sich die wilden Narzissen im Perlen- und Fuhrtbachtal optimal entwickeln, und zum Narzissenfest am vergangenen Samstag zeigte sich die berühmteste Blume der Eifel somit in prächtiger Verfassung.

Diesmal war Höfen der Austragungsort des Festes, doch zu den angebotenen Wanderungen fanden sich deutlich weniger Gäste als bei vorangegangenen Festen ein; das unfreundliche Wetter am Vormittag hatte wohl viele Naturfreunde erschaudern lassen, auch wenn sich der Tag unter dem Strich noch recht freundliche gestaltete.

Langjährige Beobachter sprechen von der intensivsten Blüte seit vielen Jahren, und unter fachkundiger Führung konnten die etwa 100 Gäste das Naturschauspiel dann aus nächster Nähe erleben. Rund 20 Millionen Narzissen erblühen in diesen Wochen in den Tälern der Eifel und versetzen die vielen tausend Wanderer, die in diesen Wochen hier unterwegs sind, immer wieder in Erstaunen.

Zur offiziellen Eröffnung im Nationalparktor Höfen begrüßte der Vorsitzende des Stiftungsrates der NRW-Stiftung, Prof. Dr. Wolfgang Schumacher, als Ehrengast NRW-Wirtschaftminister Harry K. Voigtsberger, nachdem Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter zuvor die Gäste willkommen geheißen hatte, allen voran den Minister als einen „treuen Freund Monschaus”.

„Spektakel mit einer Pflanze”

Voigtsberger versicherte, dass er immer wieder gerne in die Region komme, die das ideale Umfeld biete, „um ein wenig Luft vom Arbeitsalltag zu nehmen.” Die Narzissenwiesen seien etwas Einmaliges in Deutschland und längst kein Geheimtip mehr. Der Minister stellte in Verbindung mit den Sehenswürdigkeiten in der Altstadt Monschau die touristische Bedeutung dieses Naturspektakels der Region für NRW in den Blickpunkt. Das wechselhafte Wetter machte Voigtsberger wenig aus: „So ist die Eifel eben, immer kernig.”

Unter fachkundiger Führung schloss sich der Minister dann der von Wolfgang Schumacher geführten Gruppe an, die ab Parkplatz Brüchelchen in Alzen startete und später ein Stück des Weges in Richtung Höfener Mühle auf einem Traktorgespann zurücklegte. Ebenfalls fachkundige Wanderführer des Höfener Eifelvereins boten für die Besucher des Festes Führungen entlang der Narzissenwiesen an, während die Frauen des Vereins in der Wanderstation ein verlockendes hausgemachtes Kuchenbuffet hergerichtet hatten.

Ergänzt wurde das Angebot mit Führungen durch die Ausstellung im Nationalparktor und Vorführungen eines Films über die wilden Narzissen. Auch konnten in diesem Jahr können erstmals auch Elektrofahrräder - so genannte Pedelecs - als Transfermittel ausgeliehen werden. Außerdem gab es auf dem Veranstaltungsgelände rund um das Nationalparktor Höfen ein kleines Familien- und Aktionsprogramm. Ein Markt der Möglichkeiten bot regionale Produkte an.

Auch nicht alltägliche Gäste fanden sich zum Narzissenfest ein. Hochrangige Experten aus dem Bereich des Naturschutzes aus Aserbaidschan, Armenien und Georgien, die sich derzeit auf Einladung des Nationalparks Eifel über das Thema Öko-Tourismus informieren, nahmen an einer von Nationalparksführer Heinz Erler aus Konzen angebotenen Wanderung teil. Besonders die Idee des Wildnis-Trails ließ die Gäste aufhorchen, die diese Idee auch für Naturreservate im Kaukasus übernehmen wollen. Michael Lammertz, Leiter des Fachgebiets Kommunikation beim Nationalpark Eifel freute sich, so reges Interesse bei den Gästen aus Vorderasien beim Narzissenfest zu wecken, die ihrerseits erstaunt zur Erkenntnis nahmen, „dass man mit einer Pflanze ein solches Riesenspektakel machen kann.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert