Sporter des Jahres Freisteller Sportlerwahl Sportlergala Freisteller

Narren stürmen das Monschauer Rathaus

Von: ag
Letzte Aktualisierung:
sturm-mon-bu
Entmachtet: Bürgermeister Theo Steinröx übergab das Kommando über die Stadt Monschau während der tollen Tage an Prinz Jochen II. von der KG Biebesse aus Höfen. Foto: A. Gabbert

Monschau. „Wir wollen den Schlüssel haben”, intonierte die KG Biebesse aus Höfen als sie am Donnerstag gemeinsam mit dem Kinderdreigestirn aus Konzen das buntgeschmückte Monschauer Rathaus stürmte. Kampflos mussten Bürgermeister Theo Steinröx und seine Stadtsoldaten vor der Übermacht der Narren kapitulieren.

Wahrscheinlich waren sie aber auch schon von den Böllerschüssen aus der Konfettikanone eingeschüchtert, die die Jecken auf dem Balkon des Rathauses installiert hatten. Die Lokalpolitik verfolgt die Verwaltung auch in der jecken Zeit.

Vor dem Rathaus hatten die Narren Pappkameradenn installiert. So schiebt der Bürgermeister jetzt eine Schubkarre mit der Aufschrift „Alles Mist”, und die Beigeordnete Margareta Ritter hat sich in einen weißen Schwan verwandelt.

Nach elf Jahren fand die Schlüsselübergabe jetzt erstmals wieder im Rathaus statt. Im Jahr 1998 hatte man beschlossen die Übergabe in einem der Festzelte zu veranstalten, da zuletzt weniger als 30 Leute mitgefeiert hatten. Das war diesmal anders, 100 bis 150 Jecke feierten im großen Sitzungssaal den Beginn des Straßenkarnevals.

„Ihr seid der Schwanenverfolgung und der Kälte auf den Höhen entronnen, nun seid in der Wärme des Rathauses herzlich willkommen”, sagte Steinröx in Richtung der Biebesse, bevor er den Schlüssel der Stadt Monschau an das Prinzenpaar Jochen II. und Janina I. feierlich übergab. Im Gegenzug verlieh Prinz Jochen II. den begehrten Karnevalsorden der KG aus Höfen. Bis zum Aschermittwoch haben jetzt die Jecken in Monschau das Kommando übernommen.

Der Höfener Kinderprinz Marvin I. freute sich besonders bei der Erstürmung des Rathauses dabei sein zu können, hatte in bislang doch eine Blinddarm-OP von seinen Regierungsgeschäften abgehalten. Mit Prinzessin Justine I., Pagin Vicky und Major Patrick ließ man ihn mehrfach hochleben.

Das Kinderdreigestirn aus Konzen mit Prinzessin Theresa, Bäuerin Paula und Jungfrau Ina hatte eine Rede vorbereitet. „Ihr regiert jetzt nicht mehr, nicht der Theo, nicht der Matschek (gemeint ist Konzen Ortsvorsteher Matthias Steffens) - ihr seid jetzt pratsch jeck”, dichteten die jungen Tollitäten. Außerdem forderten sie, das Simmerather Schüler zukünftig die Schulbusse nicht mehr benutzen dürfen, diese seien ohnehin überfüllt und „wer nicht zahlen will, muss eben gehen”.

Auftritte aus den Reihen der KG und der Stadtverwaltung rundeten das unterhaltsame Programm ab.

Auch der WDR war bei der Erstürmung dabei, um für die WDR2-Aktion „Für einen Tag in unserer Stadt” zu werben. Am Samstag, 27. Juni bringt WDR 2 seine Moderatoren und Sendungen für einen Tag in eine Stadt irgendwo in NRW. Dafür müssen die Bewohner für ihre Stadt abstimmen. Monschau liegt gut im Rennen, auch am Donnerstag kursierten die Stimmzettel im Rathaus.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert