Konzen - Nackter Bischof und „Bläck Fööss“ im Saal

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Nackter Bischof und „Bläck Fööss“ im Saal

Von: nap
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Begeisterten am Mittwochnachmittag auf dem Konzener Seniorenkarneval im Saal der Gaststätte „Achim und Elke“ ihre Zuschauer: Oliver Krings (links) und Daniel Offermann als „ungleiches Paar“. Foto: Nadine Palm

Konzen. Der Konzener Ortskartellvorsitzende Peter Jung hatte am Mittwochnachmittag auf dem Seniorenkarneval im Saal der Gaststätte „Achim und Elke“ für die Karnevalisten einen bunten Strauß an Sketchen, Tänzen und Gesangseinlagen organisiert.

Im Saal schallte es „Konzen Alaaf“ und ein Programmpunkt jagte den nächsten, denn dem Ortskartell und den Konzener Landfrauen, dem verantwortlichen Verein in diesem Jahr, war es gelungen, viele engagierte Akteure für einen Auftritt beim Konzener Seniorenkarneval zu gewinnen.

Als Eisbrecher fungierte wie in jedem Jahr das Mandolinenorchester Konzen unter der Leitung von Otto Völl. Mit fröhlichen karnevalistischen Melodien stimmten die Damen mit ihren beiden Vereinskollegen ihre Zuhörer auf den geselligen Nachmittag ein. Blaublütiger Besuch durfte an diesem jecken Nachmittag nicht fehlen: Gemeinsam mit einem Teil ihres Gefolges und ihrer Prinzengarden hielten Kinderprinz Jannis (Palm) I. und seine Prinzessin Anne (Stoffels) I. Einzug im Saal und ließen sich dort für ihre elf jecken Gebote und ihren eindrucksvollen Tanz bejubeln. „Das war schon ein ganz besonderes Highlight“, kommentierte Conférencier Peter Jung den Tanz des Prinzenpaares, bei dem einem schon beim Zuschauen schwindelig werden konnte.

Die kessen Tanzmariechen der Prinzengarde, „das süßeste, was wir an diesem Nachmittag zu bieten haben“, zogen die Senioren mit ihrem charmanten Auftritt schnell in ihren Bann und so durften die Kleinsten die erste Zugabe des Nachmittages geben.

Echte Profis wurden mit der Tanzformation „Made to Move“ der Imgenbroicher Tanzschule „Dash“ in Konzen begrüßt. „So tanzen Deutsche Meister“, lobte Peter Jung die sieben- bis neun-jährigen für ihre herausragende Leistung. Als „Straßenmusikanten“ bahnte sich der Vorstand der Landfrauen seinen Weg durch die Zuschauer. Mit einer Choreographie auf den Hit der Räuber „Die Vögelein vom Titicacasee“ animierten die bunt kostümierten Damen den ganzen Saal zum Mitmachen.

„Peinlich, peinlich“ wurde es für einen Bischof und seinen Sekretär bei einem Bad im Meer, als ein mit Damen besetzter Bus just an dem Strandabschnitt Halt machte, an dem sich Bischof und Sekretär unbekleidet in die Fluten stürzten. Als hätte sie nie etwas anderes gemacht, brachte Marianne Huppertz den Saal mit ihrem Bischof-Sketch zum Toben und sorgte für viele Lachtränen auf den Wangen ihrer gefesselten Zuhörer.

Als „ungleiches Paar“ durften Daniel Offermann und Oliver Krings auch in diesem Jahr nicht fehlen. Der „Bauarbeiter ohne Feingefühl“ und der „verschlafene Beamte“ im Pyjama, thematisierten Frauenprobleme und konnten sich auch den ein oder anderen Kalterherberger-Witz nicht verkneifen. Das Publikum dankte es ihnen mit großem Beifall und auch Peter Jung wünschte sich „ein Wiedersehen im nächsten Jahr“.

Mit einem Schlagerpotpourri ließen einige Landfrauen alte Zeiten wieder aufleben und nahmen die Karnevalisten mit auf eine musikalische Weltreise, auf der beherzt mitgeklatscht und mitgesungen werden durfte. Sascha Huppertz sorgte hierbei mit seinem Keyboard für die rhythmische und melodische Untermalung, bevor er sich mit seinem Bruder, Dominik Huppertz, als Dorfchronist vorstellte und über den neusten Dorftratsch bestens Bescheid wusste.

Erfolgreiche Verbrecherjagd

Mit ihrer großen Freude am Musizieren, die sich in den selbst geschriebenen Liedern widerspiegelte, trafen die beiden Huppertz-Brüder den Nerv ihrer Zuhörer. Ausgeführte Straßenreparaturen, der Stopp des Umbaus der Kirche, die Schließung der Kneipe „Zur Laube“ und natürlich die erfolgreiche Verbrecherjagd des Lauftreffs des TV Konzen verpassten ihrem Auftritt eine freche und schlagfertige Note, die gefiel.

Die Musikerinnen und Musiker des Musikvereins „Eintracht“ Konzen sorgten mit ihrem Karnevalsrepertoire für kurzweilige Unterhaltung in den Auftrittspausen. Dank Ludwig Huppertz und Achim Huppertz, die für die Technik zuständig waren, kamen keine großen Pausen auf.

Nach kurzen Umbauarbeiten gaben sechs Damen des Trommler- und Pfeiferkorps Konzen ein Medley der bekanntesten „Bläck Fööss“-Lieder zum Besten. Dem Namen der Kultband machten sie alle Ehre, ließen sie ihre Handpuppen doch mit nackten Füßen singen und tanzen und nicht, wie üblich, mit den Händen.

Einige Landfrauen präsentierten in Dieter Thomas Hecks Hitparade beliebte Melodien, die jeder im Saal mitsingen konnte. Die beiden schwergewichtigen „Herren“ der Wildecker Herzbuben, die live und in Farbe auf der Bühne zu sehen waren, sorgten dabei für die meisten Lacher. Als „Meister der Büttenrede“ gilt in Konzen Raimund Krings.

Auch in diesem Jahr wusste er wieder zu begeistern, dieses Mal als Kevelaer-Wallfahrerin, die den falschen Zug erwischt und sich auf einmal inmitten einer feierwütigen Menge im „Klingenden Rheinländer“ wiederfindet. Die Sänger des Kirchenchores „St. Peter und Pankratius“ Konzen bildeten mit ihrem Dirigenten Helmut David den gelungenen Schlusspunkt des karnevalistischen Seniorennachmittages.

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