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Nach Unfall: Diesel gefährlich nahe an der Rur

Von: P. St.
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Unter gutachterlicher Begleitung wurde weiteres verunreinigtes Erdreich an der Rurbrücke vor Hammer abgetragen. Foto: P. Stollenwerk

Hammer. Einen teuren Ausrutscher leistete sich ein Schneeräumfahrzeug auf der Kreisstraße 21 zwischen Grünental und Hammer. Bereits am 9. Dezember war der Schlepper mit Räumschild auf der Rurbrücke kurz vor Hammer verunglückt. Erst am Donnerstag wurden die Arbeiten an der Unfallstelle zum Abschluss gebracht.

Dem Räumdienst-Fahrer, der als Subunternehmer für den Landesbetrieb Straßenbau im Einsatz war, wurde die eisglatte und im Brückenbereich zudem schmale Straße zum Verhängnis. Auf der Fahrt in Richtung Hammer verlor der Schlepperfahrer in der Linkskurve unmittelbar vor der über die Rur führende Brücken die Kontrolle über seine Fahrzeug und prallte gegen das Brückengeländer. Das stabile Geländer aus Metall hielt dem Druck zum Glück stand, sodass der Schlepper nicht in der Rur landete. Durch die Wichte des Aufpralls aber waren damals rund 200 Liter aus dem Tank des Schleppers ausgelaufen, der der Rur gefährlich nahe kam.

Ölsperren errichtet

In der Hauptsache wurde die Rur abfallende Böschung verunreinigt. Sowohl die Feuerwehr als auch die Untere Wasserbehörde waren vor Ort, um umgehende Schutzmaßnahmen zu ergreifen. In der Rur sowie im Bereich der Stauwurzel des Obersees bei Einruhr-Pleushütte wurden mehrere Ölsperren errichtet.

Weitere Bodenproben

In Zuge einer ersten Maßnahme wurden rund 20 Kubikmeter verunreinigter Schnee und Erdreich aufgenommen. Damit war die Gefahr für das Trinkwasser zunächst einmal gebannt.

Wegen des in den nachfolgenden Tagen einsetzenden starken Schneefalls war die Unfallstelle zwecke weiterer Prüfung kaum noch zu erreichen.

In diesen Tagen wurde die Baugrube nun durch die Gutachter beprobt, die im Böschungsbereich noch Restbelastungen durch Diesel feststellten. Unter gutachterlicher Begleitung wurde weiteres Erdreich abgetragen, auch ein mächtiger Baum im Bereich der Unfallstelle musste mitsamt Wurzel aus der Böschung entfernt werden. Aufgrund dieser Aktion, die den Einsatz von schwerem Gerät erfordertem war die K21 am Mittwoch ganztägig gesperrt.

Auch nach den gestrigen weiteren Auskofferungen an der Rurbrücke werden unter gutachterlicher Bewertung und Kooperation mit der Unteren Wasserbehörde des Umweltamtes der Städteregion weiterhin Bodenproben entnommen.

Über die Gesamtkosten der Maßnahme können derzeit noch keine abschließenden Angaben gemacht werden.
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