Nach dem Gewitter ist der Weg frei für die große Reise

Von: P. St.
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Auf die „Große Reise” gingen die Besucher im Rurseezentrum. Ein Labyrinth aus 3200 Lichtern führte sie zu Stationen der Hoffnung und des Glücks. Foto: P. Stollenwerk

Rurberg. Auch im Sommer ist in den hiesigen Breitengraden eine Freiluftveranstaltung mit hohen Wetter-Risiken verbunden. Das mussten auch die Besucher und Akteure des Kulturfestivals des Kreises Aachen erfahren, das am im Rurseezentrum Station machte.

Während das Stadtgebiet Monschau von Nässe verschont wurde, bildete sich exakt über dem Rursee eine Gewitterzelle. Die anschließenden Regengüsse führten dazu, dass die Veranstaltung kurz vor der Absage stand. Die Liegewiese am Freibad war den ganzen Tag über in aufwändiger Arbeit für ein großes Lichtspektakel des Theaters Anu in Verbindung mit dem Theater Magica vorbereitet worden.

Zahlreiche Helfer, unter anderem vom ABK-Hilfswerk und der Rursee-Touristik, hatten in Form eines Lichter -Labyrinths das Gelände für „Die große Reise” vorbereitet, die dann fast ins Wasser gefallen wäre. „Es ist zum Heulen”, haderten die Verantwortlichen mit dem Eifelwetter. Wie sollten die nicht weniger als 3200 Teelichter in kleinen mit Quarzsand gefüllten Pergament-Tüten bei Dauerregen entzündet werden?

Doch schließlich lohnte sich das beharrliche Warten, der Regen stoppte, und mit einer knappen Stunde Verspätung konnte dann die „große Reise” beginnen. Dutzende Helfer ließen die Stabfeuerzeuge klicken, während die weißen Stelzengänger sich bereits auf den Weg machten und sich unter die Zuschauer mischten. Der Dauerregen zuvor hatte allerdings viele Besucher abgeschreckt nach Rurberg zu kommen, aber rund 150 regenfeste Gäste erlebten dann ohne Gedränge einen wirklich zauberhaften Abend.

Eine leise und sinnliche Inszenierung mit kleinen Geschichten aus dem Leben, die von Hoffnungen und Träumen oder von der Suche nach dem Glück erzählen, begleitete die Besucher auf ihrem Weg. Starke visuelle Eindrücke erzählten ohne Schwere von der Vergänglichkeit des Augenblicks, den Wandlungen des Lebens und der Faszination des Lichtes. Es herrschte eine fast andächtige Atmosphäre, ehe die Zuschauer dann wieder in die Nacht entlassen wurden.
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