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MV Mützenich spielt sich in die Herzen des Publikums

Von: ges
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In der liebevoll frühlingshaft dekorierten Aula des Monschauer Gymnasiums präsentierten Jugendorchester, Hauptorchester und Big Band des Musikvereins Mützenich das Ergebnis der monatelangen Proben. Im 125. Jahr ihres Bestehens ist die „Eintracht” ein blühender Verein mit ausgezeichneter Nachwuchsarbeit. Foto: G. Sommer

Mützenich. Das Frühjahrskonzert des Musikvereins „Eintracht” Mützenich war auch im 125. Jubiläumsjahr - die „Eintracht” wurde 1884 gegründet - ein voller Erfolg. Zum einen war die Aula des Monschauer Gymnasiums am Sonntagabend ordentlich gefüllt, zum anderen liefen Jugendorchester, Big Band und das große Orchester zu Höchstform auf und begeisterten die Zuhörer schon nach wenigen Takten.

Den Anfang machte das Jugendorchester, das unter dem Dirigentenstab von Nathalie Schepp mit dem „Valse Lorraine”, der Polka „Na jare” und dem Medley „Disco lives” („Staying Alive”, „I will survive”, „YMCA”) gleich für Stimmung sorgte und eine Zugabe spielen musste. Ein Lohn für das fleißige und emsige Proben der jungen Garde, bei der auch einige Debütanten dabei waren.

D-Prüfungen bestanden

So fand Vorsitzender Rolf Müller in seiner Begrüßung auch lobende Worte für die Jugendarbeit des Vereins und die jungen Musiker selbst, die schon auf einem beachtlich hohen Niveau musizieren. Dies beweisen auch die jüngst bestandenen D1-Prüfungen, die von Anne-Sophie Mathar, Leon und David Wergen, Jana und René Thomas, Sascha Ungermann, Laura Schmeltz, Esther Call, Sheila Schütt, Eva und Doris Reiners, Moritz Krings, Sonja Funken, Elisa Bongard, Anja Jentges, Mirco Klee und Martin Honscha gemeistert wurden. Dirk Jollet bestand sogar die D3-Prüfung.

Müller zeigte sich erfreut über den guten Besuch des Konzertes, zu dem er besonders die Ehrenmitglieder Barthel Steffens, Eduard Jollet, die noch aktiven Bernhard Jollet, Peter Sommer und Helmut David sowie den Ehrendirigenten Josef Sommer willkommen hieß. Ein weiterer Gruß galt dem Monschauer Bürgermeister Theo Steinröx und Ratsvertreter Franz Müller.

Auch waren einige Aktive befreundeter und benachbarter Musikvereine zur Haag gekommen. „Was vor Jahren noch Konkurrenz bedeutete, wird heutzutage im gemeinsamen Spiel gelebt, einer hilft dem anderen!” resümierte Rolf Müller und übergab die Moderation des Abends in bewährte Hände: Heinz-Hermann Palm, Vorsitzender des Konzener Männerchores, konnte bei seinen Ansagen wieder Interessantes zu den Stücken, Komponisten oder Themen zum Besten geben.

Eindrucksvoll legte das große Ensemble los, und die gut 50 Musiker/innen spielten sich unter bewährter Leitung Helmut Davids gleich in die Herzen der Zuhörer. Davids musikalische Auswahl passte wieder mal bestens: Schon mit den Stücken des ersten Konzertteils traf man den Geschmack des Publikums: Der flotte Begrüßungsmarsch „St. Triphon”, das imposante „The Glory of Love” im Bolero-Rhythmus, das anspruchsvolle „Abba Symphonics” und die schönen „Erinnerungen an Satchmo” spannten einen weiten musikalischen Bogen von traditioneller Blasmusik bis Klassik, Pop und Swing.

Dies setzte sich im zweiten Teil des Hauptorchesters nahtlos fort, als „Saxophon Date” und das musikalisch dargestellte Indianerleben im Prärie-Staat „Oregon” durch die Aula hallten. Alle Werke wurden derart imposant und dynamisch dargebracht, dass man sich in die verschiedenen Themen und Szenen (zeit-) versetzt fühlte. Bei den „Selections vom Starlight Express” schien es gar, als „jagten” die Darsteller des weltbekannten Bochumer Musicals jeden Moment auf ihren Rollschuhen durch die Aula.

Bigband im lässigen Sound

Zwischendurch sorgte die hauseigene Big Band der „Eintracht” für lässigere Töne. Helmut David, bekanntermaßen ein Fan von Swing und Jazz, schwang auch hier den Taktstock und ließ die 15-köpfige Besetzung mit „Chattanooga Choo Choo”, „Pretty Women”, „Im walking” und „Tijuana Taxi” wahrlich auftrumpfen. Wen wunderts, dass das Publikum nach diesen fantastischen Klängen mehr verlangte? Das verswingte Medley mit Hits von Udo Jürgens als Zugabe fand stürmischen Applaus und „Bravo”-Rufe.

Ein weiterer Höhenpunkt war das Trompetensolo des 14-jährigen Dirk Jollet, der unter Klavierbegleitung von Helmut David vor allem technisch sehr schwierige Passagen meisterte.

Der „Marsch der Märsche” setzte schließlich den glanzvollen Schlusspunkt unter das tolle Frühjahrskonzert: Mit „Alte Kameraden” erwies die jubilierende Eintracht den Gründern des Jahres 1884 und den unzähligen ehemals aktiven Mitgliedern Achtung und Ehre. Manch Aktiver oder Ehemaliger fand sich dabei auf der Leinwand wieder; mittels Beamer wurden den Gästen Bilder aus älteren Zeiten präsentiert und die Musikstücke bildlich untermalt.
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