Monschau - Mussorgskis „Bilder” auf dem Saxophon

Mussorgskis „Bilder” auf dem Saxophon

Von: V.M.
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Vier Schüler des Saxophon-Ens
Vier Schüler des Saxophon-Ensembles erhielten nach dem Konzert ein Zertifikat für ihre außergewöhnliche Leistung, vergeben vom Deutschen Tonkünstler- Verband. Foto: V. Monterey

Monschau. Ein ganz besonderes Programm bot am Samstagabend die Musikschule Monschau. Im Bürgersaal des Auklosters präsentierte sich ein vierköpfiges Saxophon-Ensemble unter der Leitung von Harrie Boers.

Die vier Musiker, Manuel Vossel (Sopran-Saxophon), Bennet Wattjes (Alt-Saxophon), Gabriel Vargas Cardenas (Alt-Saxophon) und Saskia Aerden (Tenor-Saxophon) spielten gemeinsam mit ihrem Musiklehrer Boers (Bariton-Saxophon) unter anderem die Komposition „Tableaux dune exposition”, Bilder einer Ausstellung, von Modest Petrowitsch Mussorgski aus dem Jahre 1874.

Für Klavier geschrieben

Der ursprünglich für Klavier geschriebene Zyklus beschreibt die Gemälde und Zeichnungen seines im Jahr zuvor verstorbenen Freundes Viktor Hartmann, die der Komponist auf einer Gedächtnisausstellung gesehen hatte.

Mehr als 70 Gäste lauschten dem „professionellen Ensemble”, so Besucher Bruno Welter, welches eben mit dieser außergewöhnlichen Komposition mit ganz eigener Klangfarbe genau jene Bilder vor dem inneren Auge des Zuhörers hervorrief, wie einst die Bilder von Hartmann bei dem Komponisten.

Nach einer kurzen Begrüßungsansprache begann das Konzert mit der „Canzona variée” von Alexander Glasunow. Darauf folgte der Zyklus von Mussorgski, beginnend mit „Gnomus”, der Gnom, „Il vecchio castello”, das alte Schloss, über „Tuileries”, die Tuilerien und „Bydlo”, der Ochsenkarren und endete mit „La grande porte de Kiev”.

Dazwischen immer wieder die „Promenade” in verschiedenen Variationen, als sanfte Überleitung zum nächsten Stück, welches das „Flanieren durch die Ausstellung in den wechselnden Stimmungen” beschreibt.

Zertifikate verliehen

Insgesamt eine großartige Darbietung der jungen Musiker zwischen 18 und 22 Jahren, die jeder im Anschluss des Konzerts ein Zertifikat Engagement des Deutschen Tonkünstler Verbandes für ihre erfolgreiche Ausbildung sowie für die Beteiligung an Wettbewerben, Musikprogrammen und ihren unermüdlichen Einsatz verliehen bekamen.

In der Pause waren, passend zum Konzert, im Kreuzgang Bilder des Künstlers Jan Wattjes zu sehen. „Künstlerische Arbeit als Suche und Entdeckung”: Ölbilder, Reliefbilder aus Sand und Steinstaub, Collagen, Fotografien. Das größte Exponat zeigte „das alte Schloss” und rundete das Konzert bildlich ab.

Nach der Pause ging es mit leichterer Musik weiter. So zum Beispiel mit der „Bohemian Rhapsody” von Freddie Mercury, arrangiert von Harrie Boers und „Something doing” von Scott Hayden und Scott Joplin. „Das war wirklich etwas ganz Besonderes”, resümierten die Besucher, immer noch die Bilder vor Augen, die Mussorgski einst so trefflich umsetzte.
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