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Musikvereinigung Montjoie und Kinderchor begeistern das Publikum

Von: ale
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Staunend hörten die Besucher des Konzertes der Musikvereinigung Montjoie dem Kinderchor Kimundi zu: Belohnt wurden die Kinder mit donnerndem Applaus. Foto: Anneliese Lauscher

Monschau. Bekanntlich enthält „Montjoie“ das französische Wort für „Freude“. Mag sein, dass die Aktiven der Musikvereinigung Montjoie es deshalb als eine wichtige Aufgabe ansehen, den Menschen Freude zu bereiten. Dies ist ihnen am Sonntag zweifellos mit ihrem Konzert in der Aukirche gelungen.

Die Zusammenstellung für die knapp zwei Stunden Musik war bemerkenswert: Junge und Ältere gestalteten das Programm, Blasmusik traf auf französisches Chanson, und helle Kinderstimmen erfüllten den Kirchenraum.

Georg Kaulen gab Erläuterungen zu den einzelnen Vorträgen; man hatte das gesamte Konzert in Zusammenhang mit Richard Bachs berühmtem Buch „Die Möwe Jonathan“ gestellt, wie ein roter Faden zog sich deren beharrliche Suche nach Freiheit und Selbstbestimmung durch den Musiknachmittag. Bilder aus dem gleichnamigen Film wurden im Hintergrund gezeigt.

Mit Wagner begann der Musikverein; getragen und feierlich wurde der „Festzug zum Münster“ gespielt. Mächtige Klänge und viel Paukenschlag sorgten für ein bombastisches Ende. Die Gegensätze von barocker und moderner Musik kamen in „Choral and Rock Out“ zum Ausdruck, im zweiten Teil setzte ein swingender Rhythmus ein.

Staunend hörten die vielen Menschen dem Kinderchor Kimundi zu: „Sailing“ sangen die Kinder und „Fly with me“. Bevor das japanische Lied „Mononoke Hime“ einsetzte, hörte man Regen- und Windgeräusche. Und in „Vem kam segla“, einem wunderschönen schwedischen Lied, glänzten junge Solisten.

Ob die Kinder wirklich die Fremdsprachen beherrschen? Sie sind musikalisch, üben viel und singen solche Lieder nach Gehör, erfuhr man von Miriam Schlösser und Manfred Lutter, die den Chor leiten. Die Kinder bekamen donnernden Applaus.

„Poissonsnez“ nennt sich eine Gruppe aus Walhorn, die sich mit Leidenschaft dem „bretonischen Folk“ verschrieben hat und auch eigene Stücke schreibt. Aus ihrem Repertoire boten die vier Musiker zum Beispiel eine Musette, die Alain Flas, der Gitarrist, geschrieben hat, einen Gute-Laune-Walzer, der dem Publikum sehr gefiel. „Amsterdam“ von Jacques Brel war ein weiterer Hörgenuss, Jean Marc Gering sang mit kräftiger Stimme, begleitet von Alain Flas, sowie Gerd Zilles (Djembe-Trommel) und Wilfried Scheen am Akkordeon.

Ein junger Musiker aus dem Montjoie-Orchester machte auf sich aufmerksam: Benjamin Dick spielte „Strangers in the Night“ auf dem Flügelhorn. Er verblüffte die Zuhörer mit seinem gefühlvollen Vortrag, untermalt von Stephan Laschets Klavierspiel.

Auch Jeff Krings, der Dirigent des Orchesters, bewies sein großartiges Können: Aus der Oper Carmen spielte er die Habanera auf der Posaune sowie den Auftakt zum zweiten Akt, Stephan Laschet begleitete ihn auf dem Klavier. Mit „Allez“, einem schwungvollen Stück von Paul Hagelstein, übertrafen sich alle Akteure gegenseitig mit ihrem freudigen Spiel und setzten einen herrlichen Schlusspunkt.

Hilmar Weber, der 1. Vorsitzende der Musikvereinigung Montjoie, bedankte sich mit herzlichen Worten bei allen, die mitgewirkt hatten.

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