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Musikverein „Eintracht“ begeistert beim Frühjahrskonzert

Von: nap
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Der Musikverein „Eintracht“ Konzen begeisterte auf seinem traditionellen Frühjahrskonzert am Samstagabend im ausverkauften Konzener Musik- und Kulturzentrum (MuK) seine zahlreichen Zuhörer. Luisa Schreiber (Bild) glänzte mit ihren Klarinettenkünsten beim „Wild Cat Blues“ und erntete dafür großen Beifall. Foto: Nadine Palm

Konzen. Die 58 Musiker des Musikvereins „Eintracht“ Konzen füllten am Wochenende beim traditionellen Frühjahrskonzert die Bühne des Musik- und Kulturzentrums (MuK) bis auf den letzten Quadratzentimeter aus und freuten sich, im ausverkauften Vereinshaus die Ergebnisse ihrer intensiven Probearbeit präsentieren zu dürfen.

Stephan Förster eröffnete mit seinem Jugendorchester den kurzweiligen Konzertabend. „In diesem Jahr haben wir die Rollen einmal etwas anders verteilt“, kündigte der Dirigent seine drei Moderatoren aus dem Jugendorchester an, die die Stücke kurz in eigenen Worten darstellten.

Zwischen allen Registern

So beschrieb Saxofonist Christoph Schmitz das Stück „Har en Drøm“ als „schönes Lied, bei dem die Melodie zwischen allen Registern hin und her wechselt“. Jonas Call kündigte die drei bekanntesten Hits aus dem US-amerikanischen Musikfilm „High School Musical“ an. Dieses Medley kam bei den jüngsten Gästen, die die Zuschauerränge auf der Empore des MuK für sich eingenommen hatten, besonders gut an und wurde dementsprechend mit viel Applaus belohnt.

„Die Lieder unseres letzten Stückes waren uns Jugendlichen eher nicht so bekannt“, gab Sebastian Schmitz zu, dass die „Volkslieder unserer Heimat“, arrangiert von Kurt Gäble, wohl eher etwas für die „älteren oder besser gesagt jung gebliebenen“ Jungmusiker sei. Ohne eine Zugabe durften Stephan Förster und sein spielfreudiges Orchester die Bühne nicht verlassen, und so spielte der Nachwuchs passend zur Jahreszeit das fröhliche „Springtime“.

Der 1. Vorsitzende, Matthias Steffens, bedankte sich bei Stephan Förster für dessen „unermüdlichen Einsatz, die neuen Mitglieder immer wieder in das Orchester zu integrieren“, und zeigte sich „als Laie“ sichtlich stolz über den hohen Leistungsstand der Jungmusiker.

Vollblutmusiker Bertram Model begrüßte zusammen mit seinem großen Blasorchester die gespannten Zuhörer mit dem festlichen Einzugsmarsch aus der Operette „Der Zigeunerbaron“, einem imposanten Stück, bei dem die Finger der Akteure schnell über die Tasten und Ventile der Instrumente huschten. Das musikalisch anspruchsvollste Stück des Konzertabends war sicherlich der „Besuch bei Offenbach“, einer Fantasie aus Werken des berühmten Komponisten Jaques Offenbach, „dessen Melodien Ihnen bekannt sein dürften“, wie Bertram Model ankündigte.

Eine kesse und freche Note

Nach eingängigen Melodien aus „Hoffmanns Erzählungen“, „Pariser Leben“ und anderen berühmten Operetten folgte schließlich als großes Finale der „Can Can“ aus der Oper „Orpheus in der Unterwelt“, bei dem das enorme Klangbild des Orchesters gänzlich zum Vorschein kam und die Zuhörer begeistert mitklatschen ließ. Mit der „Südböhmischen Polka“ und dem Marsch „Up the Square“ ließ das Frühjahrskonzert auch Platz für traditionelle Blasmusik. Die junge Klarinettistin Luisa Schreiber glänzte beim „Wild Cat Blues“ mit ihrer hohen Musikalität und verpasste mit kurzen Tönen und pfiffigen Akzenten dem „Wild Cat Blues“ ihre eigene kesse und freche Note.

„Unser nächstes Stück passt vielleicht nicht so richtig in das heutige Programm, aber weil es so schön ist, haben wir uns entschieden, dass es Ihnen allen hier heute Abend nicht vorenthalten werden darf“, freute sich der Dirigent auf das emotionale Stück „Pachelbel’s Canon“, arrangiert von Steve Cortland. Saxofonistin Lena Küsgens und Dominik Huppertz am Kornett verzauberten als Solisten bei John Lennons Welterfolg „Imagine“ die Gäste im MuK und zogen alle mit nachdenklichen, perfekt intonierten Klängen in ihren Bann.

Mit Adele Adkins Riesenhit „Set fire to the rain“, gesanglich abgerundet von Nadine Palm, läutete das Orchester rockig Töne ein und bewies damit, dass auch ein Blasorchester zu einer Rockband mutieren kann. „Ciao Italia“, Adriano Celentanos bekanntester Ohrwurm, bildete den Schlusspunkt des Konzertes, bei dem Stefan Herbst an der Posaune und Walter Schreiber mit seiner Trompete als Solisten noch einmal richtig glänzen konnten.

Über die Zugabe-Rufe freute sich Dirigent Bertram Model dann besonders: „Wir haben sowieso noch ein Stück im Gepäck, das passt uns also ganz gut“, und so legte der Musiker mit seinen 58 Aktiven „Viva la Vida“ der britischen Band „Coldplay“ mit einer derartigen Spielfreude und mitreißenden Art hin, dass auch nach dieser Zugabe das Konzert kein Ende fand und zwei weitere musikalische Höhepunkte des Abends als Ausklang folgten.

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