Rohren - Musikalischer Frühling in Rohren

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Musikalischer Frühling in Rohren

Von: M.S.
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Brachte das Orchester der Rohrener „Lyra“–Blasmusikanten zu bemerkenswerter Darbietungsreife: Dirigent Frank Rebien aus Kohlscheid gab beim Frühjahrskonzert den Takt vor. Foto: Manfred Schmitz
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„Lyra“–Vorsitzender Mathias Hermanns präsentiert die „Zukunft des Vereins“, ein hoffnungsvolles Quartett junger Trompeter und Flötisten.

Rohren. Die Jugend an die Instrumente! Nach diesem Erfolgsprinzip auf Gegenseitigkeit schöpft der Musikverein „Lyra“ Rohren schon seit Jahren kreatives Mitgliederpotenzial aus dem Vollen.

Und deshalb verwunderte es das erwartungsvolle, 200-köpfige Publikum im Festsaal Hermanns Sonntagabend nicht, dass ein tüchtiges Nachwuchsquartett aus dem musischen Bergdorf–Jungbrunnen den instrumentalen Reigen bekannter Melodien aus Klassik und modernen Werken des Rock und Pop, im Wechsel mit erfrischendem Stimmenklang des Kirchenchores Sankt Cornelius, das traditionelle Frühjahrskonzert eröffnete und seine Zuhörer mit imposanten Kostproben des einstudierten Repertoires überraschte.

Kleine Trompeter und Flötisten

Die kleinen Trompeter und Flötisten Anna–Elisa Hermanns, Pauline Hunds, Mara Kirch und Andreas Nießen begrüßten den Lenz auf beschwingt unbekümmerte Weise und durch ihr Auditorium von herzlichem Beifall belohnt. Vögel und Bienen schwirrten und summten in akustisch höchsten Tönen im Raum, auch die „Hymne an die Freude“ wurde überzeugend zu Gehör gebracht.

Lyra–Vorsitzender Mathias Hermanns hieß die Gästeschar willkommen. „Wir haben über den Winter fleißig geprobt und viele Beiträge unserer Jungmusikanten ins Programm eingebaut“, sagte Dirigent Frank Rebien. Er ist seit fünf Jahren künstlerischer Leiter der Lyra–Bläser, „und die Arbeit mit dieser engagierten Truppe macht mir immer noch großen Spaß“. Rebien führte moderierend durch eine ansprechende Aufführungsfolge der fast 40–köpfigen Formation auf den Bühnenbrettern. Da wurden zudem flotte „Musikantengrüße“ über Ätherwellen geschickt, „Tulpen aus Amsterdam“ in virtuelle Vasen gezaubert. „Wir haben im Konzept unserer präsentierten Stücke bewusst die Wünsche unserer Auszubildenden aller Register berücksichtigt und recht viele rhythmische Elemente in die Vorträge eingegliedert“, erklärt Stabführer Rebien.

Die Vereinsjugend verdiene Vertrauen, die Jüngsten im Lyra–Ensemble hätten fleißig Lehrgänge besucht und die Prüfungen mit guten Noten abgeschlossen, „schließlich gehört der Jugend auch in den Kulturvereinen die Zukunft“.

Und so demonstrierten die Mitwirkenden, dass die „lebende Legende des Latin Beat“, Carlos Santana, nicht nur auf der „spanischen Gitarre“ einzigartigen Rhythmus im Blut hat, sondern auch in der von Rebien neu arrangierten Fassung unsterblicher Welthits („Smooth“, „Oye Como Va“). Auch das Saiten-Medley von „Mr. Slowhand“, Eric Clapton, geriet in Variationen für Blasorchester zum Ohrenschmaus. Eingängige Kost zum Mitsingen und Wiegen im Takt: die 14 Jahre junge Filmmelodie „American Pie“.

Wohlfühl-Chor sucht Verstärkung

Der Kirchenchor Sankt Cornelius unter dem Dirigat von Annelie König erfreute die mehr und mehr lachend Lauschenden mit romantischen Weisen bekannter zeitgenössischer Komponisten (Bühler, Grote, Quelino). So träumte das 20–köpfige, gemischte Ensemble vom Reiselust weckenden Wind, ging mit den Besuchern auf „Zeitreise durch Freud´ und Leid“, richtete mit fröhlichen Liedern eine optimistische „Ode der Liebe“ an die graue Welt: „Gegen Ärger und Verdruss hilft ein echter Musikus.“ Der Clou gelang dem Chor aber im Trinklied „Ein Likörchen für dass Kirchenchörchen“. Ehrensache, dass die Festsaal–Wirtsleute gut auf den Text hörten und die „Runde aufs Haus“ nicht lange auf sich warten ließ. Die rechte Einstimmung auf eine musikalische Weltreise zum großen Finale: Maritim ging ein „Gruß an Kiel“, ein Dankeschön an den Egerländer Vollblut–Folkloristen Ernst Mosch. Der „Dorfglockenwalzer“, von „flotten Musikanten“ nach Takt und Tempi mitreißend intoniert, beschloss den offiziellen Konzertteil. Dirigentin König aus Zingsheim leitet nach offenem Bekunden „einen Chor zum Wohlfühlen, über eine Verstärkung mehrerer Stimmlagen würde ich mich freilich freuen!“

Die obligate Zugabe weckte Erinnerungen an die derzeitige internationale politische Situation mit Trend zum Separatismus. Im Text des Epos „Dem Land Tirol die Treue“ spiegelt sich die nie verwundene Trennung Südtirols von Österreich wider.

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