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Mützenicher Bürger diskutieren aktuelle Themen mit Bürgermeisterin

Von: ale
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Mützenich. Den Abschlusspunkt ihrer Tour durch die Orte der Stadt Monschau machte Margareta Ritter in Mützenich. Für ihre Informations- und Diskussionsabende unter dem Titel „Bürgermeisterin vor Ort“ interessierten sich auch in Mützenich zahlreiche Bürger, die das Schützenheim am Donnerstagabend füllten.

Jacqueline Huppertz, die Ortsvorsteherin, begrüßte die Männer und Frauen aus dem Ort und kündigte Neuigkeiten an, die gleich aufhorchen ließen. Nur kurz ging die Bürgermeisterin auf die Themen ein, die in den letzten Wochen eifrig diskutiert worden waren, beispielsweise die kürzlich beschlossene Friedhofssatzung. Da schien es auch keine Fragen zu geben; Margareta Ritter wies auf die Problematik der sehr wenig genutzten Leichenhallen hin: „Im letzten Jahr hatten wir im Stadtgebiet 27 Bestattungen, für 15 wurde eine Leichenhalle genutzt. Uns wird in diesem Jahr das Thema beschäftigen, ob wir sieben Leichenhallen benötigen.“

Für die Breitbandversorgung für ein schnelles Internet in Mützenich wurde ein Auftrag an die Deutsche Telekom vergeben; es seien sehr viele Erdarbeiten für die Ausrüstung per Glasfaserkabel nötig, erfuhren die Mützenicher Bürger. „Mützenich wird von Monschau aus angeschlossen, an den vorhandenen Verteilerkästen werden neue Umschaltstationen eingerichtet. Das wird für Mützenich eine sehr gute Entwicklung“, versprach die Bürgermeisterin. Bis Ende Oktober sollen die Erdarbeiten abgeschlossen sein, das Konfigurieren der einzelnen Hausanschlüsse könne aber noch mehrere Monate in Anspruch nehmen. Es stellte sich heraus, dass die Besucher eine Reihe von Themen ansprechen wollten.

So fragte beispielsweise ein Bürger, ob man die Reichensteiner Straße nicht sanieren könne. Das gehe aus mehreren Gründen jetzt nicht, antwortete Margareta Ritter, außer dem Burgring wolle man keine weitere Großbaustelle in Angriff nehmen.

Auch die Frage nach einer besseren Verständigung zwischen den Kommunen Monschau und Simmerath wurde angeschnitten. Daraufhin erläuterte die Bürgermeisterin noch einmal die Absicht der Stadt Monschau, ein neues Gewerbegebiet zwischen Imgenbroich und Konzen auszuweisen. „Wir hätten es nicht erschließen können. Ein Investor war bereit, die Erschließung zu bezahlen. Darum haben wir es gemacht, das ist legitim.“ Sie fügte hinzu: „Die Dominanz des Handels steuert hier mit.“

Auch Tihange ein Thema

Wie schon in anderen Orten, so ging Margareta Ritter auch hier kurz auf die Problematik des grenznahen belgischen Atomkraftwerks Tihange ein. „Wir haben 5500 Jodtabletten bekommen, die sollen unsere Feuerwehrleute im Notfall verteilen. Stellen Sie sich vor, freiwillige Feuerwehrleute sollen sich schleunigst zum Gerätehaus begeben, wenn die Atomwolke kommt, und Tabletten verteilen, anstatt sich selbst und ihre Familien in Sicherheit zu bringen!“ Diese Vorstellung rief Heiterkeit hervor.

Am eifrigsten wurde aber das geplante Service-Center in der Ortsmitte diskutiert; für beinahe jeden Besucher des Abends war das Projekt völlig neu und überraschend.

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