Mützenich holt Titel in spannendem Wettkampf

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Mützenich. Lange haben sich die Turner des TV Mützenich auf die Gau-Mannschaftsmeisterschaften vorbereitet. Das Ziel war klar: Nach drei Jahren in Folge Vizemeisterschaft, sollte der Pokal endlich wieder nach Hause geholt werden. Dass dies jedoch kein einfaches Unterfangen werden würde, war spätestens kurz vor dem Wettkampf jedem klar.

Denn die Konkurrenz, mit Titelverteidiger Hoengen-Alsdorf und den Gastgebern aus Verlautenheide, zeigte sich bereits im Einturnen stark und ebenfalls siegeswillig den wohl bedeutendsten Pokal des Turngaus Aachen zu gewinnen.

Undankbares Los

Gleich zu Beginn des Wettkampfes traf die Eifler das undankbare Los Seitpferd, während Hoengen und Verlautenheide in gewohnt olympischer Reihenfolge mit dem Boden starten durften. Obwohl die Mützenicher Turner allesamt ihre Übungen lediglich mit kleineren Wacklern durch turnten, ging der TC Hoengen nach dem ersten Gerät vor Verlautenheide in Führung.

Auf Platz drei liegend ging es für die TV Jungs dann nach dem Gerätetausch an den Boden, wo sie deutlich Punkte gut machen konnten. Routinier und Geburtstagskind Helge Müller machte mit einer sauberen Übung den Anfang und brachte so wieder Ruhe ins Team. Nach zwei ebenfalls gut vorgetragenen Übungen durch Dirk Jollet und Felix Müller, ließ Mannschaftskapitän Florian Müller keinen Zweifel mehr an der Entschlossenheit der Mützenicher und besorgte seinem Team mit einer in den perfekten Stand geturnten Schraube die Führung.

Nun ging es an den Sprung. Die Mützenicher wussten, sie müssen etwas riskieren, um die hauchdünne Führung weiter auszubauen, denn vor dem ungeliebten Reck brauchten sie ein kleines Punktepolster. So beschloss man, dass Felix Müller den tags zuvor erst erlernten Tsukahara (eine Radwende mit anschließendem Salto rückwärts) wagen sollte. Was ihm im Einturnen noch gelang, blieb ihm im Wettkampf dann jedoch verwehrt. Trotz seines Sturzes bei der Landung erhielt er durch die gute technische Ausführung ansehnliche 11,30 Punkte. Titelverteidiger Hoengen turnte hingegen zeitgleich fehlerfrei an den Ringen und konnte sich die Führung zur Halbzeit zurückerobern.

Diese sollte allerdings nur kurz halten, denn an den Ringen zeigte Yan Feldmann mit unglaublichen 15,45 Punkten (Tageshöchstwertung) eine mit Höchstschwierigkeiten gespickte Übung und brachte damit seine Mannschaft wieder auf die Siegerstraße. Nun ging es ans Reck und aus dem Dreikampf mit Hoengen und Verlautenheide war inzwischen ein Duell auf Augenhöhe mit Hoengen geworden. Die Jungs des TV Mützenichs turnten auch hier ihre Übungen konzentriert, wenn auch mit einer unerwarteten Unsicherheit seitens Feldmanns bei der Riesenfelge mit ganzer Drehung. Angeführt von ihrem Topturner Miguel Steinig konnte sich die Mannschaft Hoengen so abermals in Führung bringen und ließ die mitgereisten Zuschauer voll auf ihre Kosten kommen.

Das letzte Gerät sollte es nun also entscheiden. Mützenich ging an den Barren und Hoengen ans Reck. Nach einer kurzen Motivationsansprache des Kapitäns machte Felix Müller seinen Sturz am Sprung wieder wett und turnte seine Übung als erster Starter flüssig und sauber durch. Die beiden drittligaerfahrenen Florian Müller und Yan Feldmann taten ihm gleich und erhöhten mit zwei 13er Wertungen den Druck auf Hoengen. Dass ausgerechnet dann als letzter Turner des Wettkampfes Geburtstagskind Helge Müller mit der dritten 13er Wertung der Mützenicher den Sieg klar machen sollte, rundete neben dem guten vierten Platz von Mützenich II diesen Wettkampf für die Eifler Mannschaft ab.

Lob der Betreuer

Mannschaftsbetreuer Dirk Victor fasste den Wettkampf wie folgt zusammen: „Die ständigen Führungswechsel zehrten natürlich an unseren Nerven, aber die Mannschaft hat das wirklich super gemacht. Sie hat sich von Anfang bis Ende hoch diszipliniert und konzentriert verhalten und verdient gewonnen.“ Seine Assistenten Stefan Jollet und Leonie Sommer stimmten mit ein: „Man hat zu jedem Zeitpunkt die große Entschlossenheit der Jungs gespürt. Sie haben sich nie hängen lassen und sich bei jeder Übung gegenseitig gepusht. Wir sind stolz auf die Jungs.“ Man darf also gespannt auf die bevorstehende Landesligasaison sein, in der die Mützenicher Turner erstmalig mit Simmerather Verstärkung eine eigene Mannschaft ins Rennen schicken.

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