Monschaus Altstadt wird für fünf Tage zur Feierzone

Von: Egl
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Fahnenträger, Schützensilber und beflaggte Häuser: Das Kirmes-Wochenende ist für viele Monschauer die wichtigste Zeit im Jahr.

Monschau. „Ze Monscher Kermes Oovend...” - so beginnt das berühmte Monschauer Kirmes-Lied. Vom 10. bis 14. September wird es wieder laut durch die Straßen der Altstadt klingen, denn dann findet für viele das wichtigste Fest des Jahres statt. Es ist die Zeit, in der der alte Schützenkönig von den Monschauern verabschiedet und der neue per Vogelschuss ermittelt wird.

Es ist die Zeit, in der besonders viel musiziert, gesungen, getanzt und gefeiert wird - es ist die Zeit der „Monscher Kermes”.

„Das Beflaggen der Häuser ist Ehrensache” - dieser knappe Satz steht auf dem Kirmesplakat, das dieser Tage von den „Bürgerschützen Montjoie”, ausgehangen wird. Zur Kirmes wird das Städtchen geschmückt; manche Fahne muss gar nicht erst abgenommen werden, denn sie hängt dort bereits seit der Monschau Klassik.

Der Kirmesauftakt ist immer den Kindern gewidmet. Sie beginnen freitags um 19 Uhr auf dem Marktplatz mit ihrem „Kinderfackelzug”, auch wenn es sich bei den Fackeln seit geraumer Zeit um selbstgebastelte Laternchen handelt. Sie spazieren mit musikalischer Begleitung an der Seite ihrer Eltern durch die Straßen und läuten so das Kirmesgeschehen ein.

Der nächste Tag gehört noch einmal traditionsgemäß dem alten Schützenkönig. Wobei „alt” hier nicht missverstanden werden darf, ist doch der amtierende König Tobias I. (Schell) gerade einmal 19 Jahre alt und damit der jüngste in der langen Geschichte des Vereins. Am Samstag darf er gegen 19.30 Uhr seine große Parade abschreiten, denn die Schützen stellen sich dann mit Fackeln und Musik vor ihm auf, um mit ihm durch die Straßen zu marschieren.

Der Marsch endet im Kolpinghaus, wo zum lockeren Tanz geladen wird. Hierzu sind alle Monschauer Bürger mit ihren Freunden eingeladen - das Ende der Veranstaltung ist offen.

Der Sonntag beginnt mit Getöse. Das Trommler- und Pfeiferkorps weckt in den frühen Morgenstunden die Stadt, um auf den wichtigsten Tag der Kirmes aufmerksam zu machen. Zu einer wirklichen Kirmes gehört auch eine Messe, die dieses Mal schon um 9.15 Uhr in der Aukirche stattfindet. In ihrem Anschluss findet die Liberatusschrein-Prozession zur Pfarrkirche statt.

Seinen letzten großen Auftritt hat Tobias I. ab 14.30 Uhr, wenn er in Begleitung des neuen Jungschützenkönigs Joshua I. (Thelen) mit seinen Schützen vom Rathaus zum Schießplatz Burgau zieht. Sein Gefolge ist hierbei groß: Neben dem Trommler- und Pfeiferkorps begleiten ihn die Musikvereinigung Montjoie, die Freiwilligen der Feuerwehr, eine Abordnung der Tura Monschau und - zur Freude der Zuschauer - die Fahnenschwenker aus Morsbach.

Am Ziel angekommen, beginnt der eigentliche Höhepunkt, wenn gegen 15.15 Uhr der neue König ausgeschossen wird. Mit der großen Donnerbüchse, die man bis an die Grenzen der Altstadt hört, schießen die Anwärter im Wettkampf auf den massiven hölzernen Vogel, bis der Sieger feststeht. Dieser wird dann in einem Triumphzug ins Kolpinghaus geleitet, wo er gegen 18 Uhr feierlich inthronisiert wird.
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