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Monschauer Straße wird aufgemöbelt: Künftig bis zu vier Spuren

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:
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Blick von Lichtenbusch zur Pascalstraße: Die Monschauer Straße soll vierspurig werden, seitliche Schutzwände sollen den Lärm abhalten. Der Kreuzungsbereich Pascalstraße wird bereits vorab geändert. Foto: Harald Krömer

Aachen. Mit „ersten und absolut vorläufigen Plänen”, so baute Roland Schmidt als Vertreter des Landesbetriebs Straßen NRW im Mobilitätsausschuss vor, „wollen wir Ihnen den Ausbau der Monschauer Straße vorstellen.” Die Verkehrsachse in die Eifel soll zur Bundesstraße umgewidmet werden und soll nach ihrem Ausbau die Hauptlast des Fahrzeugverkehrs tragen.

Seit die Umgehungsstraße durchs Münsterländchen vom Tisch ist, wird nun die „Ertüchtigung” der meist zweispurigen Straße durch Lichtenbusch und Oberforstbach bis Kalkhäuschen und Relais Königsberg betrieben. Die Planung der 6,6 Kilometer langen Strecke beginnt an dem neuralgischen Punkt der beiden Autobahnauffahrten in Lichtenbusch. Das Koblenzer Ingenieurbüro Kocks plant ab dort den vierspurigen Ausbau der Trasse bis zur Ampelanlage an der Pascalstraße. „In diesem Teilstück erwarten wir bis 2025 ein tägliches Verkehrsaufkommen zwischen 19.000 und 29.000 Fahrzeugen.” Bei Erhebungen im Jahr 2005 waren „nur” Spitzenwerte von bis zu 24.000 Fahrzeugen gezählt worden.

Immerhin drei Spuren

Hinter der Pascalstraße in Richtung Kalkhäuschen solle die Straße dreispurig werden, berichtete der vortragende Ingenieur. Bergauf gibt es zwei Spuren, bergab nur eine, die Lösung erinnert an die zigmal umgeplante Verkehrsführung auf der Himmelsleiter zwischen Relais Königsberg und der Ortseinfahrt Roetgen.

Bushaltestellen bleiben

Für die aus Friesenrath kommende Schleidener Straße, die an Gut Kalkhäuschen mit der Monschauer Straße zusammenstößt, wird sich Grundsätzliches ändern. Denn das Bundesministerium habe dem Plan zugestimmt, das Teilstück bis Relais Königsberg ebenfalls vierspurig auszubauen. Die Vorfahrt wird dann umgekehrt, Fahrzeuge aus der Monschauer Straße werden ohne stoppen zu müssen in Richtung Roetgen weiterfahren können.

Erst an der Himmelsleiter auf der Höhe Rotterdell soll sich die Straße dann wieder auf drei Fahrstreifen verengen. Um den Charakter der durch dörfliche Stadtteile führenden Monschauer Straße weitgehend erhalten zu können, habe man dem Bund Kompromisse abringen können. So bleiben alle Bushaltestellen an der Straße bestehen, auch kleine Ein- und Ausfahrten sollen erhalten bleiben, so etwa im Bereich der Einmündung Kinkebahn.

Sicherheitsbarrieren zwischen den Fahrspuren

Anders als bei üblichen vierspurig ausgebauten Bundesstraßen dürfe hier auf einen breiten begrünten Mittelstreifen verzichtet werden. Die Fahrbahnen werden wie auf der Himmelsleiter durch massive, aber schmale Bauwerke getrennt. Konsequenz sei eine fortlaufende Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 Stundenkilometer. Eine Neuordnung der Abbiegespuren sei dringend im Bereich der Autobahnauffahrten notwendig, meinten die Planer. Hier könne es zu Unfällen kommen, weil sich im jetzigen Zustand die Fahrspuren „durchmischen”.

Die Ausschussmitglieder interessierte dringend, wie es um den Lärmschutz bestellt sei. „Wird die neue Straße mit sogenanntem Flüsterasphalt ausgestattet?”

Mit dem Flüsterasphalt sei das so eine Sache, trug das Büro Kocks vor. Geplant seien zunächst Lärmschutzwände in den Ortsdurchfahrten. Allerdings sehe man auch, „dass man hier keine vier Meter hohen Lärmschutzbauten hinstellen kann.” Erst wenn Lärmschutz anderweitig nicht zu machen sei, finanziere der Bund den Flüsterasphalt, hieß es. Die vorläufigen Pläne gehen von „Straßen NRW” zunächst an das Bundesverkehrsministerium. Im Herbst vielleicht werde es Pläne geben, die dann in den örtlichen Gremien beraten werden können.
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