Monschau - Monschauer Rat beschließt Entwicklungsplanung für Imgenbroich

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Monschauer Rat beschließt Entwicklungsplanung für Imgenbroich

Von: hes
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Rund um das Himo tut sich was: Zwischen dem Gründerzentrum und der B258 soll der neue Bushof entstehen, hinter dem Himo ein ÖPNV-Parkplatz. Ein neues Gewerbegebiet auf der freien Fläche zwischen den letzten Häusern von Imgenbroich und den ersten Häusern von Konzen soll ebenso mit einem Kreisverkehr auf der Bundesstraße erschlossen werden wie der Bushof. Foto: Heiner Schepp

Monschau. „Eine Entwicklung der Stadt Monschau in diesem Bereich zwischen Imgenbroich und Konzen - nur darum geht es heute”, suchte Bürgermeisterin Margareta Ritter in der letzten Ratssitzung des Jahres ein Ausufern der Debatte zu verhindernen.

Im Beisein einiger betroffener Bürger hatte der Stadtrat über die „Fortschreibung des Entwicklungsplans Imgenbroich” zu beraten, die er schließlich bei zwei Gegenstimmen der Fraktion Die Linke/Bürgerforum und einer Enthaltung beschloss.

Was dies konkret für den Bereich rechts und links der Bundesstraße in Höhe des Ortseingangs Imgenbroich bedeutet, wird aber erst die Bauleitplanung zeigen, wie die Verwaltung betonte. Fest im Blick hat die Stadt Monschau für diesen Bereich bislang nur dies: Etwa in Höhe des Himo soll in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW ein Kreisverkehr die vorgesehenen neuen Gewerbeflächen und einen Busbahnhof samt ÖPNV-Parkplatz an die Bundesstraße 258 anbinden.

Entgegen der ersten Planung soll der Sammelplatz für Busse aber nicht rechtsseitig (von Konzen kommend), sondern auf der Fläche zwischen B258 und Himo angelegt werden. Der dazu gehörige Parkplatz für Pendler und Nutzer des Öffentlichen Nahverkehrs soll danach in den rückwärtigen Bereich des Himo rücken.

Umlegungsausschuss gebildet

Diese Verlegung ist auch ein Ergebnis der Bürgerversammlung zur Entwicklungsplanung, bei der vor allem die Anwohner aus dem Bereich Bundesstraße und Hengstbrchelchen Bedenken erhoben hatten. Da es dennoch im weiteren Verfahren zu Konflikten mit Grundeigentümern kommen wird, beschloss der Rat am Dienstag auch die Bildung eines Umlegungsausschusses. Dieser soll „in den Verhandlungen mit betroffenen Bürgern Kompromisse ausloten”, so CDU-Sprecher Micha Kreitz.

Seine Fraktion schlug daher als Vertreter des Rates in diesem Gremium den Imgenbroicher Ortsvorsteher Bernd Neuß und als dessen persönlicher Vertreter dessen Konzener Amtskollegen Matthias Steffens vor. Für die SPD wurden Gregor Mathar (Mitglied) und Bernd Kreutz (Stellvertreter) vorgeschlagen und später auch gewählt. Der SPD sei wichtig, „dass der Geschäftsführer des Umlegungsausschusses eine neutrale Person ist”, die möglichst ein Einvernehmen mit den Interessen der Bürger erzielen solle, sagte Gregor Mathar.

In ihren Stellungnahmen zur eigentlichen Entwicklungsplanbung stellten die Sprecher aller Fraktionen die unbedingt notwendige Weiterentwicklung der Stadt in den Vordergrund. „Es geht bei der Ausweisung weiterer Flächen für Gewerbe und Einzelhandel auch um Arbeitsplätze”, betonte CDU-Sprecher Kreitz. Der neue Kreisverkehr wie auch der Busbahnhof, der alle umliegenden Orte im Stundentakt an die zentralen Buslinien anschließen wird, bedeute auch eine Entlastung des hohen Verkehrsaufkommens in diesem Bereich, die nicht zuletzt den direkten Awohnern dort zugute kommen werde, zeigte er sich überzeugt.

„Die Entwicklung der Stadt war und ist uns wichtig, aber sie muss verträglich für den Bürger ablaufen”, meinte auch SPD-Sprecher Gregor Mathar. Nur mit einer guten Infrastruktur könne man sich im Werben neuer Einwohner gegen die Städte behaupten. Mathar bezeichnete die Infoveranstaltung in Imgenbroich als „gelungen”, seien doch einige der Anregungen dieses Abends in die Planung aufgenommen worden. Durch die Verlegung des Bushofs auf die andere Seite sei „schon einiges an Unruhe weg”, wichtig werde zudem ein möglichst breiter Schutzstreifen sein, der die Wohnbebauung gegen das Gewerbegebiet abschotte.

Werner Krickel (Grüne) erwartet „einen erheblichen Einwohnerverlust, wenn wir nichts tun”. Neue Dienstleistungen, Handelsangebote und Arbeitsplätze seien auch für eine kleine Kommune ein probates Mittel gegen die „neue Landflucht”, wobei „die Zeiten für neue Gewerbegebiete auf der grünen Wiese endgültig vorbei” seien. „Also ist eine Entwicklung nur noch in Ortslagen oder Ortsrandlagen möglich”, folgerte der Grünen-Sprecher. „Aber wir werden keine Bereiche finden, wo wir niemandem weh tun”, zeigte sich Krickel überzeugt, ist aber sicher: „Mit Hilfe des Umlegungsausschusses werden eine gute Lösung finden.”

Erika Krebs (Linke) empfand die gesamte Planung dagegen als „Zumutung für die Anwohner” und empfahl, „diese noch einmal zu überdenken”. Krebs störte sich besonders am vorgesehenen Vollsortimenter, der am jetzigen Standort („real”) gut aufgehoben sei. „Das kann erst Gegenstand der Bauleitplanung sein. Aber da sind wir heute nocht nicht”, verwies Bürgermeisterin Margareta Ritter noch einmal darauf, „dass es heute nur um den Rahmenplan geht”, den der Rat schließlich mit breiter mehrheit guthieß.
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