Monschau/Simmerath - „Monschau soll Gewerbeplanungen stoppen”

„Monschau soll Gewerbeplanungen stoppen”

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:

Monschau/Simmerath. Gewerbetreibende aus der Gemeinde Simmerath zeigen sich„besorgt und irritiert” über die Planungen der Nachbarkommune Monschau, das Gewerbegebiet in Imgenbroich zu erweitern, lässt der Vorsitzende des Gewerbevereins Simmerath Michael Haas jetzt in einer Stellungnahme verlauten.

Im Rahmen des Planverfahrens haben Simmerather Geschäftsleute erneut Bedenken angemeldet und ein entsprechendes Papier mit 25 Unterzeichnern der Stadt Monschau zugestellt.

„Gleichgewicht wird gestört”

Als im Frühjahr die Erweiterungsabsichten der Stadt Monschau erstmals öffentlich bekannt wurden, hatten namhafte Gewerbetreibende aus der Gemeinde bereits ihre Sorgen zum Ausdruck gebracht und dies auch Simmerather Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns mitgeteilt. Nach Auffassung der Simmerather Geschäftsleute, die das Papier unterzeichnet haben, „kann die Planung das derzeit vorhandene Gleichgewicht im Handel in der Eifel empfindlich stören, die Existenz vorhandener Gewerbebetriebe gefährden und zum Verlust von Arbeitsplätzen führen”.

Die bei der Planung beabsichtigten Verkaufsflächen gingen von einer Kaufkraft von 42.000 Einwohnern aus. Die Einwohnerzahl von Monschau betrage aber nur etwa 12.000 Einwohner und sei in den letzten Jahren stetig gesunken. Somit sei von einer „erheblichen Überversorgung in Monschau” auszugehen. Die Realisierung der Umsatzziele sei somit nur durch Abzug von Kunden aus dem Umland möglich.

Die Monschauer Planung, heißt es weiter, „nimmt dabei sogar eine negative Geschäftsentwicklung der ortsansässigen Geschäfte in Kauf.”

Die Bedenken der Gewerbetreibenden in Simmerath würden von den Fachleuten in der Städteregion, der Bezirksregierung, in der IHK und in den Nachbarorten geteilt. Auch der Ausschuss für das städteregionale Einzelhandelskonzept (Strikt) in der Städteregion habe sich gegen die von der Stadt Monschau beabsichtigte Planung ausgesprochen.

Bedauerlich finden es die Gewerbetreibenden, „dass die Planungen der Stadt Monschau nicht mit der Wirtschaft und den Nachbarkommunen abgestimmt wurden und versucht wird, eine allgemein verträgliche Lösung zu finden”.

Die Gewerbetreibenden bezeichnen die Orte Simmerath, Monschau und Roetgen, bedingt durch ihre relativ geringe Größe und geografische Lage als eine Wirtschaftseinheit. Investitionen in diesen Orten würden von den Gewerbetreibenden über die Gemeindegrenzen hinweg getätigt. „Deshalb stoßen die einseitigen Pläne der Stadt Monschau auf Ablehnung und Besorgnis”.

Die Stadt Monschau wird von den Gewerbetreibenden aufgefordert, „ihre Planungen hinsichtlich der Gewerbeansiedlungen zu stoppen, um diese zunächst mit allen Betroffenen abzustimmen. Eine Weiterführung der Planung würde in einen weiteren unnötigen Konflikt führen. Das dient niemandem,” heißt es abschließend in der Erklärung.

Die in der Nachbarkommune Monschau auf den Tisch gelegten Planungen zur Erweiterung des Gewerbegebietes Imgenbroich Nordwest werden in der Gemeinde Simmerath aufmerksam verfolgt. Die Pläne sind auch ein wichtiges Thema der nächsten Sitzung des Planungausschusses, der am 13. September im Rathaus tagt und Stellung zu den Erweiterungsabsichten nehmen möchte.
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