Sing Kino Freisteller

Monschau: Die Kanalsanierung ist unaufschiebbar

Von: ale
Letzte Aktualisierung:
11824342.jpg
Stand Rede und Antwort im Aukloster: Bürgermeisterin Margareta Ritter (CDU, rechts)informierte Monschauer Bürger unter anderem zur Kanalsanierung und dem Busangebot „Netliner“. Foto: Anneliese Lauscher

Monschau. Viel Kondition beweist zurzeit Margareta Ritter (CDU), die nach dem Motto „Bürgermeisterin vor Ort“ in ihrer Stadt von Ort zu Ort reist. Am Donnerstagabend gab sie im Bürgersaal des Auklosters in Monschau Antworten auf viele Fragen.

Monschaus Ortsvorsteher Georg Kaulen erwartete, dass das große Thema „Kanalsanierung“ die Gemüter bewegen werde. So war es auch, aus der Altstadt waren die Bewohner recht zahlreich erschienen. Margareta Ritter fasste noch einmal kurz zusammen, warum die „große Maßnahme“ nötig und unaufschiebbar sei: „Der 50 Jahre alte sogenannte Rursammler ist undicht, dadurch kommt in der Kläranlage Rosenthal 80 Prozent Fremdwasser an.

Ein vorgelagerter Stauraumkanal verhindert das Schlimmste, dass nämlich die Kläranlage überschwappt und Abwasser in die Rur gelangen würde.“ Es seien 68 Hausanschlüsse zu erneuern, die bisher ihr Abwasser in den Rursammler leiten; nun müsse die Abwasserleitung bei den meisten dieser Häuser genau zur anderen Hausseite verlegt werden. „Alle Hausanschlüsse werden in die Straße gelegt, zum Glück hat der überwiegende Teil der Häuser kein WC im Keller“, sagte die Bürgermeisterin und fuhr fort: „Vor dem Haus Floisdorf wird ein Sammler gebaut, von dort fließen die Abwässer in einem geschlossenen System zur Kläranlage.“

Die Anlieger fürchten Kosten, die auf sie zukommen. Sie nahmen erfreut zur Kenntnis, dass ihnen 50 Prozent Zuschuss angekündigt wurden. Dennoch fragte ein Hausbesitzer: „In den 60er Jahren wurde uns die Maßnahme mit dem Rursammler als ein Werk angekündigt, das hundert Jahre halten würde. Ist der Zuschuss noch verhandelbar?“ Die Antwort von Margareta Ritter lautete: „Normalerweise bekommen Hausbesitzer keinen Zuschuss. Ich bin so froh, diese Zusage vom Umweltministerium des Landes bekommen zu haben, da werde ich nicht weiter verhandeln.“

Unkompliziert werde die Großbaustelle nicht. Im Bereich „Auf den Planken“ wird eine Pumpdruckleitung verlegt. Die größte Sorge gilt offensichtlich den Beeinträchtigungen für den Tourismus; es wird eine Bauzeit von vier Jahren eingeplant, da man von Mai bis zum Weihnachtsmarkt in der Altstadt keine Großbaustelle haben will (wir berichteten). „Dafür bekommen wir eine endgültige Lösung, die keine weiteren Baumaßnahmen im Rosenthal erforderlich macht“, sagte die Bürgermeisterin und warb um Verständnis.

Auch werde zum Schluss die Straßendecke mit einem geplatteten Streifen einen barrierefreien Bereich aufweisen. „Es wird wieder eine Informationsveranstaltung geben, wenn wir genaue Pläne haben“, versprach Margareta Ritter.

Zum Thema „Netliner“, dem testweise ab dem 1. März laufenden Busangebot, stellte die Bürgermeisterin klar, dass die Linie 66, die eine Verbindung nach Aachen jede halbe Stunde sicherstellt, erhalten bleibe. Der „Netliner“ sei eine flexible Verbindung für die Monschauer Bürger, die im Stadtgebiet von einem Ort zum anderen wollen. Die kostenlose Testphase mit Personen, die sich hierfür gemeldet haben, laufe über drei Monate. „Wenn beispielsweise jemand von Monschau nach Höfen möchte, muss er zurzeit zunächst nach Imgenbroich fahren und dann über Widdau und Rohren nach Höfen“, hielt Margareta Ritter den Zuhörern vor Augen. Der „Netliner“ werde für kurze Wege sorgen.

Leserkommentare

Leserkommentare (2)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert