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„Mon-Klassik 2013“: Heino rockt 1000 Fans auf der Burg

Von: Peter Stollenwerk
Letzte Aktualisierung:
Heino Monschau
Klassiker der deutschen Rockmusik von den Ärzten bis Nena, hatten beim Konzert ebenso ihren Platz wie die Heino-Klassiker selbst. Foto: Peter Stollenwerk

Monschau. Einen ungewöhnlichen Auftakt gab es bei den 14. Festspielen auf der Burg Monschau: Volkssänger Heino, der Altmeister des deutschen Volksliedgutes und neuerdings auch als Deutsch-Rocker unterwegs, sorgte für eine Riesenparty mit rund 1000 begeisterten Fans unter einem milden Eifelhimmel auf der 800 Jahre alten Burg.

Der 74-jährige, der seit 50 Jahren auf der Bühne steht und dabei über 1000 Songs interpretiert hat, hat im Frühjahr mit seinem Album „Mit freundlichen Grüßen“ einen Überraschungserfolg gelandet, was seine ohnehin schon hohe Popularität auch beim jungen Publikum noch einmal steigerte. Klassiker der deutschen Rockmusik von den Ärzten bis Nena, hatten beim Konzert ebenso ihren Platz wie die Heino-Klassiker selbst.

Zaungäste auf dem Kierberg

Da rockte und schunkelte die Burg und der in Bad Münstereifel lebende Sänger genoss sein Heimspiel in Monschau, als rhythmische Hei-no-Rufe durch den Burghof bis hin zu den Zaungästen auf dem gegenüberliegenden Kierberg schallten.

Schon vor dem Konzert herrschte an diesem herrlichen Sommerabend eine entspannte Vorfreude auf Heino, der sich seinerseits unter die Fans mischte, darunter auch ein treuer 16-köpfiger Fan-Club aus Heinsberg mit „Karamba-Karacho“-T-Shirts. An Heino-Imitaten unter den Zuschauern, jung wie alt, die mit  Perücken und schwarzen Sonnenbrillen auftraten, fehlte es ebenso wenig wie an Fans, die den blonden Barden seit einem halben Jahrhundert begleiten.

Zehn Minuten vor Konzertbeginn verließ Heino seine Künstler-Garderobe in der Jugendherberge im schwarzen Ledermantel mit einem großen Kreuz auf der Rückenpartie, um wenig später unter großem Jubel die Bühne mit dem riesigen Totenkopf-Symbol und der elfköpfigen Band im Hintergrund zu betreten.

Mit viel Pathos angekündigt als „musikalischer Botschafter“ Deutschlands hatte Heino schnell die Fans aus seiner Seite („Rocker duzen sich“), und das Publikum konnten dann die erstaunliche Wandlung des Urgesteins der deutschen Schlagerwelt erleben. Die Überleitungen („Das Schönste an uns Männern sind doch die Frauen“) erledigte Heino freundlich und professionell ganz im Stil der früheren ZDF-Hitparade-Moderation.

Der unverwüstliche „Enzian“

Die – zum „Du“ eingeladenen – Fans brachten Blumen und Sekt auf die Bühne, und die Nähe zu seinen Verehrern pflegt Heino mit anhaltender Freundlichkeit.

Schrittweise bei steigernder Soundintensität erfolgte dann der Übergang zur großen Heino-Hitparade. „Schwarzbarun ist die Haselnuss“ ging vom gepflegten Swing in einer Rap über, während bei „La Paloma“ und „Sierra Madre“ dem Schlagerfreund das Herz aufging und die Besucherreihen mitschwangen.
Heino hatte zwischenzeitlich sein rotes Jacket dem schwarzen Ledermantel vorgezogen, ehe das Konzert dann im Schnelldurchlauf bei „Hoch auf dem gelben Wagen“ und dem unverwüstlichen „Enzian“ im Zugabenteil endete.

Nach 90 Minuten war dann alles vorbei, leider etwas schnell, denn die Fans hätten diesen unterhaltsamen und kurzweiligen Abend mit Heino noch gerne fortgesetzt. Heino ist und bleibt eben eine Marke, seine Stimme ist immer noch bestens durchtrainiert, und als Entertainer hat er Qualitäten, die heute unter dem Oberbegriff Kult laufen. Heino lässt freundlich grüßen.

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