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„Mörtel marsch“: Feuerwehrhaus in Erkensruhr wird grundsaniert

Von: ho
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Seit März ist die Feuerwehrtruppe der Löschgruppe Erkensruhr an ihrem Gerätehaus mit Umbau- und Sanierungsarbeiten im Einsatz. In ihrer Freizeit haben die Wehrleute von Löschgruppenführer Stefan Kau (2.v.li.), der auf unserem Bild mit Andreas Esch, Robert Harth und Stefan Wollgarten (v.li.) zu sehen ist, bisher 540 Arbeitsstunden geleistet. Foto: Hoffmann

Erkensruhr. Nicht „Wasser Marsch!“ sondern überwiegend „Mörtel Marsch!“ lautet bei der Freiwilligen Feuerwehr in Erkensruhr derzeit der Einsatzbefehl. Seit März diesen Jahres haben die Feuerwehrleute der Löschgruppe Erkensruhr die Löschspritze quasi gegen Maurerkelle und Betonmischmaschine getauscht.

Bisher 540 Stunden Einsatz

Im Rahmen der notwendigen Sanierung des Feuerwehrgerätehauses haben die Wehrleute um Löschgruppenführer Stefan Kau seitdem in ihrer Freizeit jede Menge Steine, Sand und Zementsäcke bewegt. Zu der von der Erkensruhrer Wehr erbrachten Eigenleistung stellt Stefan Kau, während die Trommel der Betonmischmaschine im Hintergrund mit einer neuen Ladung Mörtel emsig ihre Runden dreht, nüchtern fest: „Bisher waren wir hier 540 Stunden im Einsatz“.

Mehrmals in der Woche waren die Wehrleute mit bis zu fünf Mann dabei aktiv und haben Verschalungen erstellt, Fundamente gegossen, gemauert und das Gerätehaus von innen mit einem frischen Anstrich versehen. Dort erfolgte auch eine Abtrennung zum Stellplatz des Löschfahrzeugs.

In dem neuen Raum sind nun Ausrüstungsgegenstände und die Feuerwehrkluft untergebracht. Diese Maßnahme war wegen des gesetzlich vorgeschriebenen Dieselemissionsschutzes erforderlich, wonach Fahrzeughalle und Umkleidebereich zu trennen sind. Von außen gibt es dann auch einen separaten Zugang zu diesem Sektor. Die insgesamt erforderlich gewordenen An- und Umbaumaßnahmen sowie die energetischen Verbesserungen sind bei der Gemeinde mit insgesamt 77 600 Euro veranschlagt. Hiervon werden durch die Löschgruppe 9100 Euro durch Eigenleistung erbracht.

Ortsvorsteher Christoph Poschen spricht den Feuerwehrmännern für den Arbeitseinsatz in ihrer Freizeit ein dickes Lob aus. „Die Ertüchtigung des Gerätehauses ist, trotz der überwiegenden Finanzierung durch die Gemeinde Simmerath, nur möglich durch die ehrenamtliche Arbeit der Löschgruppe. Hierfür gebührt ihnen ein großes Dankeschön“.

Eigenständige Löschgruppe

Poschen hebt hervor, dass die Baumaßnahme zudem ein eindeutiges Zeichen dafür sei, dass die Erkensruhrer Wehr auch zukünftig als eigenständige Löschgruppe gebraucht wird, um einen effektiven Feuerschutz in Erkensruhr und Hirschrott zu gewährleisten. Momentan führt die Baugruppe der Feuerwehr Maurerarbeiten an der Frontseite des Gebäudes aus, wo eine Neugestaltung und Erweiterung des Eingangsbereiches erfolgt.

An der Rückseite des Feuerwehrgerätehauses steht eine Erweiterung an. Auf der bereits fertiggestellten Bodenplatte wird eine Toilettenanlage entstehen. Dafür muss der Trupp der Erkensruhrer Wehr aber demnächst noch viel Beton anrühren. „Da steht uns noch eine Menge Arbeit bevor“, verkünden Löschgruppenführer Kau und sein Stellvertreter Robert Harth im Chor.

Bis Herbst dieses Jahres will man mit den Arbeiten fertig sein, wobei die Wehrleute neben noch auszuführenden Pflasterarbeiten als krönenden Abschluss noch die Neueindeckung des Daches vor der Brust haben. Seinen letzten Schliff erhält das Gebäude dann durch einen Dämmputz, der allerdings durch eine Firma aufgetragen wird, bevor das Feuerwehrgerätehaus dann in neuem Glanz erstrahlen wird.

So sehr sich die Wehrleute auch hierauf freuen, hat der ehrenamtliche Arbeitseinsatz der Löschgruppe auch einen Nachteil. Aufgrund der starken zeitlichen Einbindung fällt das diesjährige Frosch- und Krötenfest in Erkensruhr in diesem Jahr aus. „Das holen wir dann im nächsten Jahr nach“, meint Andreas Esch, während er einen Sturz über der Eingangstür mit der Wasserwaage ausrichtet.

In der Löschgruppe Erkensruhr sind im übrigen derzeit zwölf Wehrleute (davon zwei Frauen) aktiv.

Motorisiert ist man mit einem Löschfahrzeug (LF 10), das 600 Liter Wasser fassen kann und trotz seiner 20-jährigen Dienstzeit erst 11 000 Kilometer auf dem Tachometer hat. Junge Leute aus Erkensruhr und Hirschrott, die aktiv bei der Löschgruppe mitmachen wollen, sind im übrigen jederzeit willkommen.

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