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Mitmachzirkus: Feuerspucker und Hochseilartisten

Von: Anja Jentges
Letzte Aktualisierung:
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Auch die kleinen Trapezartisten üben fleißig in schwingender Höhe für ihren Auftritt im Mitmachzirkus „Soluna“. Es sieht klasse aus, aber erfordert auch viel Mut und Konzentration. Foto: Anja Jentges

Konzen. Emsige Kinder und glückliche Gesichter sah man diese Woche rund um den Konzener Dorfplatz. Der Grund dafür war schnell gefunden: Der Kindermitmachzirkus „Soluna“ ist wieder zu Gast in der Eifel. Insgesamt 150 Jungen und Mädchen studierten seit Montag begeistert in einem Zirkuszelt, um das Zelt herum, in der Turnhalle und auf dem Schulhof der Konzener Grundschule ihre Auftritte für die großen Aufführungen am Wochenende ein.

Jedes der Kinder durfte am Montag zunächst die zehn Workshops für die einzelnen Nummern ausprobieren und musste sich dann für zwei entscheiden. Ob das Jongliergerät Flowersticks oder Feuerspucker, Trapez oder Hochseil, Clowns oder Zauberer, Akrobatik oder Fakire, Seilchenspringen oder Einrad/BMX fahren – für jeden ist das richtige dabei. Die Kinder üben eine Woche lang ihren ersten Auftritt vormittags und den zweiten am Nachmittag mit 30 ehrenamtlichen Betreuern ein.

Die Begeisterung, aber auch die Schweißperlen auf der Stirn waren den Kindern aus der „Feuergruppe“ anzusehen, denn nach drei Tagen „Trockenübung“ durften sie endlich mit richtigem Feuer üben. Die jungen Feuerschlucker und alle Umstehenden waren gespannt, und auch Ralf Pauli, Jugendpfleger der Städteregion, stellte fest: „Jetzt wird’s heiß!“ Nun fiebern die Jungen und Mädchen der „Feuergruppe“ den Aufführungen am Wochenende entgegen, wenn sie das Gelernte stolz ihren Familien und Freunden zeigen werden.

Heiß her ging es natürlich nicht nur in der Feuergruppe. Hochkonzentriert und vertieft in ihre Probe waren auch die Gruppe mit den „Flowersticks“, die beim Jonglieren durch die Luft wirbeln, oder die vielen anderen kleinen Artisten am Trapez, auf dem Einrad oder beim Turnen.

Auch in der Turnhalle der Grundschule Konzen liefen die Proben auf Hochtouren. Mädchen, die in der Luft auf einem Trapez schwingen, oder die Akrobatikgruppe, die fleißig ihre Figuren einstudiert, waren hier der Blickfang.

„Es ist eine große Anstrengung für einige Kinder, an einer Sache dran zu bleiben, aber für solche Fälle gibt es ja auch noch die Betreuer, die den Kindern Mut machen und ihnen die nötige Motivation geben“, erläutert Ralf Pauli.

Viele Kinder sind nicht das erste mal dabei, sondern können sich jedes Jahr aufs neue für den Kinderzirkus begeistern. So auch Patrik (9) aus Kalterherberg: „Ich bin jetzt schon das zweite Mal dabei und will nächstes Jahr unbedingt wieder mitmachen.“

Spaß trotz Konzentration

Überall herrschte Konzentration, aber der Spaß an der Sache fehlte trotzdem nicht. „Ich bin schon 12 und darf hier nächstes Jahr leider nicht mehr mitmachen. Aber Trainer wäre ich hier schon gerne mal“, erklärt Simone aus Roetgen, die begeistet einen Teller auf einem Stab balanciert.

150 Jungen und Mädchen, die Feuer und Flamme für diesen Zirkus sind, werden die Eltern am Wochenende stolz machen. Natürlich bekommen die Kinder auch eine professionelle Kleidung, die sie am gestrigen Freitag bei der Generalprobe – Zuschauer waren die Kinder des benachbarten Konzener Kindergartens – zum ersten Mal tragen durften.

Doch die ganze Ferienaktion wäre ohne den Veranstalter – das Jugendamt der Städteregion –, die Sponsoren, ehrenamtliche Betreuer, die ihre Freizeit für die Kinder opfern, und tatkräftige Eltern, die beim Aufbau des Zirkuszeltes helfen, nicht möglich.

Während die Sieben- bis Zwölfjährigen mit großem Spaß am Kinderzirkus teilnehmen, ist das Ziel der ganzen Sache, dass die Kinder nach der Aufführung nicht nur eine schöne Zeit hatten, sondern auch etwas geleistet haben und mit einem glücklichen und auch stolzen Gesicht nach Hause gehen können.

In zwei – leider schon restlos ausverkauften – Aufführungen werden die jungen Artisten sich am Samstag stolz in der Manege präsentieren.

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