„Mitlaufendes Licht“ begleitet die Fußgänger in Rurberg

Von: P. St.
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Intelligentes Licht in Rurberg: Am Verbindungsweg zwischen Seeufer und Am Kanal leuchten die Lampen nur bei Bedarf. Foto: P. Stollenwerk

Rurberg. Intelligent, preiswert, zukunftsweisend, bedarfsgerecht und sparsam: Mit diesen Attributen umschreibt der Energiekonzern RWE ein neues Beleuchtungssystem, das jetzt auch in Rurberg zum Einsatz kommt. Dabei ist die neue Technik beim ersten Anblick eher unspektakulär. Auf einem 200 langen Verbindungsweg zwischen Seeufer und Am Kanal, der von Fußgängern und Radfahrern genutzt wird, wurden vier jeweils sechs Meter hohe Lichtmasten aufgestellt.

Doch während rundherum im Ort bei Einbruch der Dämmerung die Straßenlaternen aufflammen, bleiben die vier Leuchten am Verbindungsweg entlang des Minigolfplatzes zunächst dunkel, denn jetzt kommt die sparsame Intelligenz ins Spiel. Das RWE hat hier das Beleuchtungssystem „Mitlaufendes Licht“ zum Einsatz gebracht.

Vier LED-Leuchten mit bis zu 20 Watt Leistung leuchten den Weg aus, aber niemals alle Lampen zugleich, denn die digitale Steuerung der Straßenleuchte passt sich perfekt der Beleuchtungssituation an und sendet per Funk Signale an die nachfolgende Leuchte. Vergleichbar mit einer Kettenreaktion schaltet sich die nächste Leuchte dann an.

Wenn Fußgänger oder Radfahrer diese passiert haben, wird die Lichtintensität wieder heruntergefahren, ganz nach dem Motto: Das Licht kommt nur punktuell dort zum Einsatz, wo es auch tatsächlich gebraucht wird.

Die Gemeinde Simmerath nahm jetzt gemeinsam mit dem RWE die neue Lichtlösung, die erstmals im Gemeindegebiet genutzt wird, in Betrieb. Mehr noch: Diese Form der LED-Beleuchtung kommt erstmals überhaupt in der Städteregion Aachen zum Einsatz.

Vor Ort erinnerte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns bei einbrechender Dunkelheit daran, dass die Gemeinde auch mit dieser kleinen Maßnahme ihren Weg als energiebewusste Kommune fortsetze. Der Antrag, den 200 Meter langen Verbindungsweg zu beleuchten, sei damals aus den Reihen der Bürgerschaft gekommen. Dies sei eine ideale Gelegenheit gewesen, um in das RWE-Förderprogramm einzusteigen.

Walfried Heinen, Kommunalbetreuer des Energiekonzerns, erläuterte, dass sich das Prinzip des „mitlaufendes Lichtes“ in der Vergangenheit bereits mehrfach bewährt habe. „Unter dem Strich kann damit eine Energie-Ersparnis von 75 Prozent gegenüber standardmäßigen Beleuchtungen erzielt werden“, da die Lichtleistung zwischen null und 20 Watt variieren könne.

Geeignet ist das intelligente Beleuchtungssystem allerdings nur für Fuß- und Radwege oder Parkflächen. Im Straßenverkehr kann es wegen der Verkehrssicherungspflicht nicht eingesetzt werden. Für die Tiefbauarbeiten sowie Masten und Kabel stellte die Gemeinde Simmerath 2300 Euro bereit. Aus dem entsprechenden Förderprogramm stellte das RWE 5500 Euro zur Verfügung.

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