Mit Schulkleidung und Schülerkunst auf den Markt

Von: hes
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Zwei Gruppen, zwei pfiffige Ideen: Die Mädchen der Neuner-Klassen an St. Ursula hätten auch in der richtigen Wirtschaftswelt mit ihrer freiwilligen Schulkleidung (links) und der Vermietung der besten Bilder aus dem Kunstunterricht durchaus Chancen, wie Heribert Funken von der Sparkasse (hinten) lobte. Foto: Heiner Schepp

Monschau. Kennen Sie „Crazy Fashion Style” oder „St. Ursula Art”? Nie gehört? Dann haben Sie etwas verpasst! Hinter diesen - zugegebenermaßen englisch-lastigen - Namen verbergen sich nämlich zwei junge, aufstrebende Firmen aus Monschau.

Mit zwei pfiffigen Geschäftsideen sind die zwei jungen Unternehmen durchgestartet und hätten gute Chancen, sich auch in Zeiten der Finanzkrise am Markt zu behaupten - wenn sie denn nicht so viele Hausaufgaben machen müssten...

Schließlich sind die führenden Köpfe von „Crazy Fashion Style” und „St. Ursula Art” 15- bis 17-jährige Schülerinnen der Monschauer Mädchenrealschule. Dort wurde nun anstelle des zweiten Schülerbetriebs-praktikums in der Klasse neun in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Aachen das Pilotprojekt „Take Off” angeboten. Jetzt präsentierten die beiden Schülergruppen das Ergebnis ihres Ausflugs in die Welt der Wirtschaft.

Während ihre Klassenkameradinnen in verschiedensten Betrieben vom Friseursalon über Arztpraxen bis zum Kindergarten ihre Suche nach dem Traumberuf fortsetzten, ließ ein Dutzend Mädchen zunächst einmal die Köpfe rauchen. Schließlich galt es eine pfiffige Geschäftsidee zu entwiceln, die sich auch gut vermarkten lässt. Das Ergebnis war beeindruckend, die jungen Damen kreierten „zwei tolle Ideen, die auch auf dem Èechten MarktÇ durchaus Chancen hätten”, lobte Heribert Funken von der Abteilung Existenz- und Unternehmensgründung bei der Sparkasse Aachen die Mädchen.

„Crazy Fashion Style” bedeutet übersetzt so viel wie „verrückter Modestil”, doch so verrückt war die Idee der Mädels gar nicht: „Wir möchten freiwillige Schulkleidung vermarkten, die den Schülerinnen gefällt, keine typische Schuluniform darstellt und doch das Gemeinschaftsgefühl stärkt und eine Ausgrenzung von Schülerinnen aufgrund der Kleidung verhindert”, umschrieben die Neuntklässlerinnen ihre Idee.

Auch die Idee der zweiten Gruppe könnte tatsächlich auch nach Ende des Projekts im „richtigen Leben” weitergehen, denn die Firma „St. Ursula Art” verkauft und vermietet die besten Arbeiten des Kunstunterrichts an Privatleute, Arztpraxen oder Restaurants.

Anmeldung und Marketing

Das Kreditinstitut hatte den Jungunternehmerinnen einige Vorgaben mit auf den Weg gegeben, und dann galt es für die Mädchen, den vollständigen Weg einer Unternehmensgründung zu gehen - von der Gewerbeanmeldung bei der Stadt Monschau über Kontaktaufnahme mit Handelspartnern bis hin zu einer pfiffigen Marketingstrategie. Auch richtige Verhandlungen gehörten zum Geschäft, beispielsweise mit einem Imgenbroicher Warenhaus, dass die trendigen Sweat- und Poloshirts lieferte, oder mit den talentierten Malerinnen der Schule.

„Es war ein Versuch, und ich denke er ist gelungen”, zog Schulleiter Franz-Peter Müsch ein insgesamt positives Fazit des Pilotprojekts, das durchaus zur Dauereinrichtung werden könnte.
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