Monschau - Mit leichter Opernkost die Gäste verwöhnt

Mit leichter Opernkost die Gäste verwöhnt

Von: P. St.
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Abends auf der Burg Monschau: Erst im zweiten Anlauf kam Mozarts Zauberflöte nach der ausgefallenen Premiere zum Zuge. Unser Bild zeigte eine Szene mit Pamina (Andrea Hörkens) und ihrer Mutter, der Königin der Nacht (li.), die von Ana Gemedzhieva gesungen wurde. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Aller guten Dinge sind zwei: Die im Regen regelrecht ertrunkene Premiere der 10. Monschau-Klassik am vergangenen Freitag dürfte der Tiefpunkt der Jubiläums-Festspiele gewesen sein. Doch am Montagabend war das Desaster vergessen.

Zur Wiederholungsvorstellung auf der Burg Monschau kamen fast alle Besucher wieder, in den Sitzreihen mit insgesamt 1300 Plätzen gab es nur wenige Lücken. Leichte Opernkost wurde den Klassikfreunden bei nicht abstürzenden Abendtemperaturen geboten, als Mozarts berühmtes Werk „Die Zauberflöte” dargeboten wurde.

Gleich mit den ersten Tönen, die das Plovdiv Philharmonic Orchestra anspielte, waren die Zuhörer mitten drin im Geschehen, denn die leicht zugängliche Zauberflöte gehört zu den meistgespielten Mozart-Opern. Das Stück besitzt eher den Charakter eines Singspiels, und eine Reihe der hier dargebotenen Arien gehören zum Allgemeinwissen eines jeden Musikfreundes. Dennoch war die Handschrift der Regisseurin Nadia Hristo zu erkennen, die in die Inszenierung auch ein paar spontane Späße eingebaut hatte.

Die Burg im Licht

Mit einbrechender Dämmerung wurde das jahrhundertealte Burggemäuer mit gezielter Lichtführung effektvoll in Szene gesetzt, und die sparsame Bühnendekoration, bestehend aus einigen Birkenbäumchen und zwei Deko-Felsen, diente wohl vor allem dazu, die stählerne Stützkonstruktion des Daches ein wenig zu verbergen.

Einige Besucher summten die bekannten Melodien mit, und ließen sich gerne anstecken von der Leichtigkeit des Glockenspiels oder den spielerischen Läufen der Querflöte.

Ein Wiedersehen gab es für die Monschauer Klassikfreunde auch mit der Sopranisten Andrea Hörkens, die durch zahlreiche Engagements bei diesen und auch vorausgegangenen Festspielen dem Publikum bereits bestens vertraut ist.

Nach der dreistündigen Aufführung mit einem bombastischen Finale des Plovdiver Chores schloss sich kräftiger Applaus der Besucher an, die rundum zufrieden den steilen Rückweg von der Burg antraten.
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