Rurberg - Mit „Felix” auf der Rurseeflotte unterwegs

Mit „Felix” auf der Rurseeflotte unterwegs

Von: breu
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Auf Einladung eines Herstellers und mit tatkräftiger Unterstützung durch Chefarzt Dr. Klaus Generet vom Lungenzentrum des Malteser Krankenhaus Simmerath konnten die Teilnehmer der Selbsthilfegruppen COPD/Lungenemphysem/Sauerstofflangzeittherapie/Lungensport am Samstag eine Rursee-Rundfahrt machen. Foto Kornelia Breuer Foto: Kornelia Breuer

Rurberg. Wenn eine Lungenerkrankung festgestellt wird, hat der Betroffenen in den meisten Fällen schon längere Zeit unbemerkt mit dieser Krankheit gelebt. Anfänglich gelegentliche Atemnot bei sportlichen und körperlichen Aktivitäten wird zunächst auf andere Umstände (Alter, Wetter o.ä.) zurückgeführt.

Dies führt dazu, dass die Patienten solche Aktivitäten zunehmend einschränken oder ganz einstellen. Wird dann eine Lungenerkrankung vom Arzt festgestellt, sind die sozialen Kontakte meist schon eingeschränkt.

Das Lungenzentrum des Simmerather Malteser Krankenhaus mit Chefarzt Dr. Klaus Generet versteht sich als kompetenter Partner für die Patienten. Wenn die und ihre Angehörigen mehr über ihre Erkrankung wissen wollen, Erfahrungen von Betroffenen im Umgang mit derselben und die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten kennen lernen wollen, haben sie die Möglichkeit dies bei der Selbsthilfegruppe Lungenemphysem-COPD zu tun.

Die Selbsthilfegruppe unterhält naturgemäß auch Kontakte zu Krankenkassen und Anbietern von medizinischen Hilfsgeräten. Auf Initiative der Gruppe hatte ein Hersteller jetzt zu einer Rursee-Rundfahrt eingeladen. Dr. Generet unterstützte gemeinsam mit Dorothee Antwerpen (Schwester im Lungenzentrum) und Marian Was diese Veranstaltung. Seine Frau hatte es sich nicht nehmen lassen Kuchen für die Teilnehmer zu backen. Um zehn Uhr traf man sich am Hotel Seemöwe in Einruhr.

Die Patienten trafen gut gelaunt dort ein. Die Bemerkung „Ich habe meinen Felix mitgebracht” wurde von allen gleich richtig verstanden. „Felix” ist einer von vielen Namen, den die Patienten ihren ständigen Begleitern, den mobilen Geräten zur Sauerstofflangzeittherapie gegeben haben. Das etwa 3,5 Kilogramm schwere Gerät kann in einem Rucksack transportiert werden, es enthält zwei Liter flüssigen Sauerstoff und kann die Patienten über acht Stunden mit 100-prozentigem Sauerstoff versorgen.

Da die kranken Lungen nicht mehr in der Lage sind genügend Sauerstoff an den Körper weiterzuleiten, ist diese Einrichtung eine große Erleichterung. Im Hotel Seemöwe war zudem ein Tank aufgestellt, an dem die Patienten ihre Sauerstoffbehälter auffüllen konnten. So waren sie für die etwa zweistündige Seerundfahrt bestens gerüstet. Die mobilen Geräte ermöglichen es, dass die Menschen wieder beweglich werden, ihre Häuser verlassen können und wieder am sozialen Leben teilnehmen können.

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