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Mit dem Rad auf einstiger Bahnstrecke

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Der Landschaftsverband lädt am morgigen Freitag zu einer informativen Tour über den Vennbahnradweg ein.

Nordeifel. Heute ein landschaftlich reizvoller Radweg für Touristen, vor rund 100 Jahren eine wichtige Transportlinie für deutsche Militärtruppen: Die Geschichte der ehemaligen Vennbahn zwischen Aachen und Troisvierges in Luxemburg ist wechselvoll.

Was sich rund um die 120 Kilometer lange Eisenbahnstrecke in der Eifel getan hat, zeigt der LVR-Fachbereich Umwelt am Freitag, 23. Mai, zwischen 9.15 und 16 Uhr bei einer Radexkursion mit dem Titel „Auf der ehemaligen Vennbahnstrecke durch das Monschauer Land“.

Die Tour ist Teil eines umfangreichen Exkursionsprogramms des Landschaftsverbandes, das zwischen Mai und September das Verbundprojekt „1914 - Mitten in Europa. Das Rheinland und der Erste Weltkrieg“ begleitet.

Im ausgehenden 19. Jahrhundert war die Vennbahn nicht nur von bedeutender Rolle für den Güterverkehr und wichtiges Verkehrsmittel für die Arbeiter aus der Eifel. Sie hatte auch erheblichen Einfluss auf die um 1900 zunehmende Entwicklung des Tourismus in der Region.

Diese Situation änderte sich im August 1914 schlagartig. Grund dafür war die strategische Bedeutung der Linie und der Eifel als Aufmarschgebiet des deutschen Militärs. 1922 schließlich bekam Belgien die Hoheit über die Bahnstrecke vertraglich zugesprochen.

Die Radexkursion führt die Teilnehmer auf einem rund 40 Kilometer langen Teilstück durch das Monschauer Land. Gabriele Harzheim (Büro für Kulturwissenschaft) und Dr. Bernhard Theißen (Biologische Station Städteregion Aachen) blicken dabei zurück auf die Vennbahntrasse als wirtschaftliche und militärische „Lebensader“. Zudem erläutern die Fachleute Hintergründe zur Flora und Fauna des Hohen Venns und dessen Kultivierung.

Anmeldungen beim LVR-Fachbereich Umwelt. Treffpunkt und Endstation der Tour ist der Parkplatz an der Lammersdorfer Kirche Die Teilnahmegebühr beträgt 25 Euro, inklusive ist die Ausleihe eines Elektrofahrrads. Anmeldungen nimmt Anne Stollenwerk vom LVR-Fachbereich Umwelt unter Telefon 0221/809-3429 oder per E-Mail an anne.stollenwerk@lvr.de an.

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