Mit dem Atemrohr stets in Lauerstellung

Von: Günter Krings
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Im Schlamm unserer Bäche und
Im Schlamm unserer Bäche und Flüsse kann man ihn entdecken, den Wasserskorpion, der zu der Gattung der Wanzen gehört. Foto: G. Krings

Nordeifel. Früher, als Kinder noch in Bächen spielen konnten und durften, fanden sie oft im Uferschlamm ein seltsames Tier, das auf den ersten Blick recht gefährlich aussah, nämlich einen Wasser-Skorpion.

Dabei ist dieses Tier überhaupt kein Skorpion, sondern ein Insekt und gehört in die Gruppe der Wanzen.

Das Insekt wird etwa 22 Millimeter lang, ist flach, graubraun und trägt am Ende ein langes Atemrohr. Damit kann der Wasser-Skorpion nicht zustechen, sondern nur atmen. Dabei hängt er kopfüber im Wasser und sucht an seichten Stellen oder an Wasserpflanzen nach etwas Fressbarem.

Die kräftigen Vorderbeine verraten etwas über seine Ernährung: Die Tiere sind Lauerjäger und warten zwischen Wasserpflanzen an zufällig vorbeischwimmender Beute: Larven, Kaulquappen, Jungfische oder andere Kleintiere.

Fangwerkzeuge schnappen zu

Kommen diese dem Insekt zu nahe, schnappen die Fangwerkzeuge am Mund zu, die Beute wird eingeklemmt, angestochen und dann ausgesaugt. Das Warten auf Beute kann lange dauern, so dass der Wasserskorpion häufig auftauchen müsste, um nach Luft zu schnappen. Aber längst vor den Menschen haben sie den Schnorchel erfunden. Nach der Paarung im Frühjahr legen die Weibchen die Eier an Pflanzenteilen im Wasser ab.

Die geschlüpften Larven häuten sich fünfmal. Nach etwas zwei Monaten sind die Wasserskorpione erwachsen. Sie überwintern auf dem Grunde der Gewässer und können in dieser Zeit Sauerstoff aus dem Wasser aufnehmen.
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