Imgenbroich - Mit 19 Arten Abfall ab Samstag zum „ELC Süd“

Whatsapp Freisteller

Mit 19 Arten Abfall ab Samstag zum „ELC Süd“

Von: hes
Letzte Aktualisierung:
6388809.jpg
Mit Müllkünstler HA Schult (2. v. re.) vollzogen AWA-Geschäftsführer Ulrich Koch, Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter und Städteregionsrat Helmut Etschenberg die symbolische Eröffnung des ELC Foto: Schepp

Imgenbroich. „Müllkünstler“ HA Schult muss es ja wissen: „Der Müll ist die Schlüsselindustrie der Zukunft. Deswegen sind Sie mit Ihrer Firma hier genau auf dem richtigen Weg!“, sagte der Macher der „Trash People“ am Freitag in einer launigen Ansprache zur Eröffnung des ersten Wertstoffhofes im Imgenbroicher Gewerbegebiet.

Mit der „Firma“ meinte Schult das neue Entsorgungs- und Logistik-Center (ELC) Süd der AWA-Abfall-entsorgung, das erste überhaupt im Südkreis der Städteregion.

Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter hatte HA Schult als Überraschungsbesuch zur Eröffnung mitgebracht, die auch sonst mit ihrer Gästeliste zeigte, dass hier ein Leuchtturmprojekt seinen Anfang nahm. Vorbildlich ist der Wertstoffhof in mehrfacher Hinsicht: Er wird als Muster für weitere, geplante Wertstoffhöfe im AWA-Gebiet dienen, war einen Monat schneller fertig als geplant und dazu noch 50.000 Euro günstiger als angesetzt.

„Da kann sich der Bischof von Limburg ein Beispiel dran nehmen“, scherzte AWA-Geschäftsführer Ulrich Koch. Vorbildcharakter hat laut Koch auch die Zusammenarbeit mit den „Eifeler Christen“, die im Zuge des Arbeitslosenprojekts hier künftig wiederverkaufbare Kleidung und Gegenstände annehmen werden.

Das Müll-Trennen einfach machen

„Die verstärkten Aktivitäten zur Intensivierung der Wertstofferfassung im Verbandsgebiet“, waren laut Städteregionsrat Helmut Etschenberg, Aufsichtsratvorsitzender der AWA, der Grund für die Entstehung des Entsorgungs-Centers. Man könne vom Bürger aber nur ein Mitmachen beim Abfalltrennen erreichen, wenn man ihm dies einfach mache. „Das haben wir mit diesem Wertstoffhof geschafft!“, freute sich Etschenberg über den zentralen Standort für Monschau, Simmerath und Roetgen.

Etschenberg verwies auf 19 unterschiedliche Abfälle und Wertstoffe, die hier entsorgt werden könnten und stellte fest: „Das ist sinnvoll. Sinnvoll, weil ortsnah. Sinnvoll weil regional eingebunden durch die Kooperation mit den Eifeler Christen. Und sinnvoll weil ökologisch“, sah Helmut Etschenberg mit der Trennung vor Ort neue Verwertungswege. Ulrich Koch frohlockte, dass dann sicher auch der Städteregionsrat, der wenige hundert Meter vom neuen ELC entfernt wohne, „ab Samstag sein Zwischenlager im Keller“ nach hier schaffen werde.

Ehe es an den Akt der symbolischen Freigabe ging, sprach Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter von einem guten Tag für die Region und dankte all jenen, die den Weg zwischen AWA, ZEW und Monschau geebnet hätten. Die Frage, ob der Hof nun rechts oder links vom Gericht liege, sei absolut zweitrangig, die nun gefundene Lage aber optimal.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert