Mehr Zeit für die Ehrenämter

Von: M. S.
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Wachablösung an der Spitze der Aachener Metallbau-Innung: Gero Glasmacher folgt Martin Krings (rechts) als Obermeister. Foto: Manfred Schmitz

Nordeifel/Städteregion. Martin Krings aus Monschau geht, Gero Glasmacher (Eschweiler) kommt, der Herzogenrather Erich Span bleibt. Während der traditionell im Hause der Aachener Kreishandwerkerschaft am Hansemannplatz gehaltenen Innungs-Herbstversammlung wählten die Metallbauer der Städteregion ihren Vorstand neu.

Im Verlauf ihrer Tagung legte Martin Krings sein Amt als Obermeister, wie schon vor Monaten angekündigt, offiziell nieder. Seinen Imgenbroicher Metallbau-Betrieb hatte er bereits vor Jahresfrist, nach 25-jähriger Selbständigkeit als Schlossermeister, an Dietmar Harth aus Kalterherberg übertragen.

Zu Krings Nachfolger kürten mehr als 30 anwesende Delegierte einstimmig Gero Glasmacher aus Eschweiler. Erich Spon aus Herzogenrath bleibt stellvertretender Innungs-Obermeister.

Rund zehn Jahre hatte Martin Krings die ehrbare Zunft der Aachener Schmiedekünstler und Gestalter von Stahl und Leichtmetall geführt. Ab 1991 stand der gebürtige Mützenicher und heute in Konzen mit Ehefrau Elke und vier Kindern lebende, 51-Jährige bereits der Innung seines Fachs im Altkreis Monschau vor.

Zum Abschied betonte Krings: „Es war mir eine Ehre, diese Funktion auszuüben, das habe ich stets gern getan! Von meinen Vorstandskollegen habe ich jede nur denkbare Unterstützung und permanente Kooperationsbereitschaft erfahren.”

Zur Begründung, warum er sich in relativ jungen Jahren aus dem Führungsgremium zurückziehe, meinte Krings, „diverse Ehrenämter” füllten ihn voll aus. Allen voran das Projekt „Förderverein Bruder Theo Call” aus Konzen.

Dieser Ordensmann wirkt als Missionar der Weißen Väter im afrikanischen Tansania „und fordert mich und mein Engagement sehr”, erklärt Martin Krings. Der Scheidende warb unter seinen Kollegen erfolgreich für eine Mitgliedschaft der Metallbau-Innung im Förderverein Bruder Theo.

Nachfolger ist „hin und weg”

Neben seinen zahlreichen Funktionen in Innungsausschüssen und Prüfungskommissionen der kaiserstädtischen Handwerkskammer sowie Gremien als Sachverständiger war Krings auch in vielfacher Vereinsmission, auch und gerade in seiner Nordeifelheimat, ehrenamtlich tätig.

Allein an rund 20 gemeinnützigen Projekten und Initiativen wirkte er verantwortlich mit - vom Bau einer Turnhalle bis zum kompletten Sportpark, vom Anliegen im christlichen Verein Antoniusbrot bis zu Zielen von Heimatverein und Kirchenchor.

Krings Nachfolger Gero Glasmacher war „hin und weg”, in die Fußstapfen seines verdienten Vorgängers zu treten: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den Kollegen. Das sind Pfundskerle.” Glasmacher ist 42 Jahre alt, verheiratet und lebt mit Frau und drei Kindern in seiner Heimatstadt Eschweiler, wo er 2005 die Leitung des väterlichen Betriebes übernahm und der Metallbau-Innung beitrat. Er legte seine Meisterprüfung 1992 in Köln ab und ist seit 25 Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr.

Unter Leitung des Kreishandwerkerschafts-Referenten Heinz Gerhards wurde der komplette Innungsvorstand neu gewählt, in den meisten Führungspositionen erfuhren bewährte Kräfte Bestätigung. Neu ins Spitzengremium wurde Oliver Wendt (Schlosserei Wilden, Simmerath) berufen.

Er vertritt, neben dem Monschauer Walter Heinrichs, künftig Nordeifelfarben in der Aachener Metallbau-Innung. An der Spitze steht ab jetzt Gero Glasmacher, vertreten durch Erich Span. Die weiteren Entscheidungsträger: Andreas Güldenberg, Peter Dohmen, Rolf Rick, Hans-Peter Savelsberg, Holger Fries, Robert Josephs.

Mit einer seltenen Ehrung klang die Herbstversammlung aus. Schmiedemeister Andreas Zitzen aus Würselen wurde für 20-jährige Innungsaktivitäten mit dem Silbernen Meisterbrief ausgezeichnet.
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