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Mehr Information und dafür weniger Schilder

Von: ess
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Dieser Schilderwald soll entrümpelt und klarer strukturiert werden. So jedenfalls sieht es ein Konzept des Büros Stadtverkehr aus Hilden im Auftrag der Stadt Monschau vor. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Die „Exklusivität” der Monschauer Altstadt soll in Zukunft besser als bisher herausgestellt werden. Der enorme Schilderwald im historischen Stadtkern soll entrümpelt, die Hinweise auf Sehenswertes und auf Parkmöglichkeiten sollen optimiert werden.

Das Büro Stadtverkehr aus Hilden stellte in der gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Wirtschaft, Tourismus und Kultur sowie für Stadtentwicklung, Dorfentwicklung und Verkehr am Dienstagabend im Rathaus sein Konzept vor, das im Grundsatz ungeteilte Zustimmung fand. Details sollen demnächst im Arbeitskreis Altstadt verhandelt werden.

Wie Dipl.-Ing. Stuhm vom Planungsbüro erläuterte, gibt es in Monschau auf diesem Sektor gleich mehrere Baustellen. So soll beispielsweise die Anfahrt der Touristen verbessert werden. Neben einem Willkommensgruß in vier Sprachen sollen die Hinweise auf die drei Parkhäuser klarer werden, am besten durch unterschiedliche Farben, sodass sich der ortsfremde Besucher keine Namen merken muss, sondern weiß, er steht im roten Parkhaus oder im grünen.

Doch nicht nur in diesem Bereich sollen die Hinweise „weniger überfrachtet” sein, denn die gesamte Altstadt, so der Planer, sei ein großer Schilderwald, den es zu lichten gelte.

Und wenn schon, denn schon: Ein einheitliches Layout und eine optimale Platzierung der Hinweise sollen die „Exklusivität der Monschauer Altstadt hervorheben. Weniger ist in diesem Falle mehr”. Auch der Wiedererkennungswert der Hinweise sei ein nicht zu unterschätzender Faktor.

In der Altstadt, schwebt den Hildener Planern vor, sollen „Info-Points” die Besucher in Empfang nehmen, nicht nur mit einem neuen, einprägsamen Logo ausgestattet, sondern auch mit sogenannten „Touch Screens”. An diesen Stellen kann der Gast sich nicht nur informieren, wo genau er sich gerade aufhält, sondern sich darüber hinaus in das aktuelle Internet-Angebot der Stadt einklinken, wo es Veranstaltungstermine oder die Liste aktuell zur Verfügung stehender Gästebetten gibt.

Dieser Service hat allerdings seinen Preis. Rund 16000 Euro kostet ein solches Teil, und derer vier sollten es schon sein. Hinzu sollen nach dem Vorschlag der Planer acht bis zehn Info-Stellen in der Altstadt kommen, wo der Interessierte Wissenswertes über die jeweilige Sehenswürdigkeit, beispielsweise das Rote Haus, abrufen kann.

An Arbeitskreis verwiesen


Will die Stadt das Konzept so umsetzen wie es vorgestellt wurde, müsste sie rund 100.000 Euro auf den Tisch des Hauses legen. Das wollte die Politik dann doch nicht, auch wenn die Pläne im Grundsatz auf offene Ohren trafen.

Das Entree müsse zweifelsfrei verbessert und zeitgemäß angepasst werden, so CDU-Ratsherr und Ortsvorsteher Alexander Lenders. Ob man allerdings in der Altstadt so viel Geld ausgeben müsse, bezweifele er stark. Seit Jahren gebe es ein Leitsystem in der Altstadt, das „nicht schlecht” sei. Vielleicht solle man versuchen, das Gute dieses Systems, natürlich optimiert, zu übernehmen, nicht zuletzt aus Kostengründen.

Mit dem Plan renne das Büro Stadtverkehr in vielen Punkte offene Tüten ein, bekannte Werner Maaßen für die Arbeitsgemeinschaft Monschauer Unternehmer: „Da sollte man die Flex und viel Geld in die Hand nehmen und ein einheitliches System installieren. Die Strukturen sind über viele Jahre hinweg gewachsen. Deshalb ist es an der Zeit, an diesen alten Zöpfen zu ziehen.”

Der Arbeitskreis Altstadt soll es jetzt richten.
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