„Mann für alle Fälle“ nimmt Abschied

Von: Günther Sander
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Bürgermeister Manfred Eis (rechts vorne) verabschiedet seinen Stellvertreter Heinz Mertens, daneben Gattin Rita. Im Hintergrund Corinna Schreiber und Yvonne Stollewerk (v. li.) vom Personalrat. Foto: Günther Sander

Roetgen. „Ich bin ein echter Monschauer, hier kriegt mich auch keiner weg!“ Dieses Bekenntnis zur Heimat, das Oberamtsrat Heinz Mertens gestern im Rathaus bei seiner Verabschiedung in die Freistellungsphase im Büro von Bürgermeister Manfred Eis machte, trifft so nicht ganz zu.

Aus dem Nähkästchen geplaudert

Heinz Mertens, der 20 „schöne Jahre“ in Roetgen in leitenden Positionen bei der Verwaltung verbracht hat, plauderte frank und frei aus dem Nähkästchen. Während seiner Dienstzeit bei der Stadt Monschau, immerhin 30 stolze Jahre (1963 bis 1993), habe er sich die Gemeinde Roetgen auserkoren, um beruflich einen „Schritt nach vorne“ zu gelangen. „Die Kämmerei war mein Wunschressort, denn ich wollte natürlich auch gehaltsmäßig eine Verbesserung erreichen“, so Mertens. Dann kommt er auf die „Roetgener Zeit“ von 1993 bis dato zu sprechen, als allgemeiner Vertreter, als Gemeindeamtsrat und zuletzt Gemeindeoberamtsrat. Das 50-jährige Dienstjubiläum konnte der „Mann für alle Fälle“ am 1. April diesen Jahres feiern.

Bürgermeister Manfred Eis strich die Verdienste von Heinz Mertens heraus, er sei, obwohl ein vorzüglicher Kämmerer, nie ein „Erbsenzähler“ gewesen. Seit 1997 hat Heinz Mertens eng mit Rathauschef Eis zusammen gearbeitet, er wurde sein allgemeiner Stellvertreter. 1997 gab es für Heinz Mertens die erste Urkunde als Gemeindeoberamtsrat und eine Menge verantwortungsvoller Arbeiten, die der Bürgermeister, was die Erledigung betrifft, mit der Note „sehr gut“ bewertet. „Wir haben heiß diskutiert, so das Haushaltssicherungskonzept“, erwähnt Eis lobend. Mertens habe nicht nur kritisch, sogar „sehr kritisch“ sein können. Alle Sonderaufgaben seien aber bei ihm bestens aufgehoben gewesen, so die Arbeit mit der französischen Partnerstadt, die Gründung des Kulturkreises und auch die Verpflichtung des Grenzlandtheaters nannte Eis. Nicht zu vergessen die Verhandlungen in Sachen Stromkonzession. Heinz Mertens, das dürfe man getrost sagen, sei ein „Mann für alle Fälle“ gewesen. Eis: „Sie waren ein guter Repräsentant für alle Verwaltungsaufgaben.“ „Ich danke Ihnen für Ihr großes Engagement, ihren unermüdlichen Einsatz. Ich wünsche Ihnen auf dem weiteren Lebensweg alles Gute“, so Eis. Ab sofort tritt Heinz Mertens die Freistellungsphase an, um dann ab 1. Juni 2014 offiziell in den Ruhestand zu gehen.

Sein Ziel, so Mertens, sei es stets gewesen, Arbeit im Hintergrund zu verrichten. „Ich glaube, in Roetgen habe ich meine Aufgaben gut lösen können“, meint er. Jetzt bleibt ihm mehr Zeit für seinen Hobbies, für das Ortskartell Monschau (Vorsitzender) und „seine“ Schützen (Vizepräsident). Als da wären noch Familie (Frau und zwei Kinder), ein großer Garten sowie sportlich Nordic Walking und Fahrradtouren auf dem Ravel-Radweg. Ein weiteres Ziel ist der bevorstehende Urlaub in Frankreich.

Heinz Mertens: „Mir schwebt außerdem vor, vielleicht in einem Buch, verpackt mit Ammeröllchen und Anekdoten, meine 50-jährige Dienstzeit aufzuarbeiten.“ Ermunterung kam da spontan vom Bürgermeister.

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