Malteser-Kuratorium: Krankenhaus nicht schlechtreden!

Von: dm
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Blicken in eine positive und sichere Zukunft für das Malteser-Krankenhaus in Simmerath (v. li.): Antonius Freiherr Geyr von Schweppenburg (Vorsitzender des Kuratoriums), Angelika von Mangold (Mitglied des Kuratoriums), Geschäftsführer Wolfgang Brauers, Heinrich Karbig, der nun aus dem Kuratorium ausgeschieden ist, und Dr. Hartmut Wiechmann, Ärztlicher Direktor.

Simmerath. Auf Zukunft und Fortbestand ausgerichtet - das ist das Malteser-Krankenhaus in Simmerath. „Eine bessere Perspektive als die jetzige” habe es „seit Ende des letzten Jahrtausends nicht mehr gegeben”, sagte Antonius Freiherr Geyr von Schweppenburg nun beim Neujahrsempfang des Krankenhauses (wir berichteten).

Und mit Blick auf die neue Struktur meinte der Kuratoriumsvorsitzende: „Wir haben allen Grund für eine mitreißende Aufbruchstimmung”.

93 Betten auf fünf Stationen, 111 Vollzeitkräfte, Notfallversorgung vor Ort, Kompetenzzentrum der medizinischen Grundversorgung, mehr Patienten, ein besseres Image, eine deutlich verbesserte Wirtschaftlichkeit und ein Anstieg der Behandlungsqualität - das sind die wichtigsten Kriterien für das „neue” Malteser-Krankenhaus St. Brigida in Simmerath.

Freiherr von Schweppendorf jedoch bedauerte und beklagte, dass selbst die „positiven Aussagen” über das Krankenhaus und dessen Zukunft „durch die Bank mehr oder weniger negativ” wiedergegeben werden, er gestand in seiner Ansprache auch dies: Wegen des Krankenhauses in Simmerath habe er „einige Nächte äußerst schlecht geschlafen”.

Der Grund dafür war ein vertraulicher Brief, den ein „Mitglied unserer Dienstgemeinschaft” ihm kurz vor Weihnachten vertraulich geschrieben hatte, die Klage darin: Die Stimmung in diesem Haus sei „so schlecht wie noch nie”.

In Gesprächen mit anderen Mitarbeitern sei ihm diese Aussage „vom Grundsatz her” bestätigt worden, berichtete der Vorsitzende, wunderte sich jedoch: Vor gut einem Jahr, als noch keiner gewusst habe, wie es in Simmerath mit dem Krankenhaus weitergehen sollte, als es um die Frage gegangen sei, wie man den Fortbestand von St. Brigida sichern könne, da hätte er „so eine Aussage noch verstanden”.

„Heute fehlt mir dazu jedes Verständnis”, betonte der Freiherr, der dann hervorhob: NRW-Gesundheitsminister Laumann habe „sich mehrfach mit seiner Aussage zur Zukunftssicherung dieses Hauses festgelegt”. Das Krankenhaus habe Geld für den Umbau erhalten. „Das ist doch ein ungeheures politisches Signal, dass es weitergeht.”

Hilfe von Kreis und Land

Auch der Kreis Aachen wie die umliegenden Kommunen haben ihre Hilfe zugesagt, um die Geburtshilfe in Simmerath zu sichern. „Kein anderes Haus in NRW als eben das Krankenhaus Simmerath habe eine so „positive Zusage” wie die des Ministers erhalten.

„Und diese Konstellation bekommt von der Mehrzahl der in diesem Hause Tätigen die schlechteste Note”, bedauerte der Vorsitzende des Kuratoriums, Antonius Freiherr Geyr von Schweppenburg, der als ein Fazit seiner Ansprache deutlich machte: Das Krankenhaus will seine Zukunft langfristig sichern.

Die gesteckten Ziele, so Freiherr Geyr von Schweppenburg, sollen durch eine neue Struktur erreicht und gewährleistet werden.

Antonius Freiherr von Schweppenburg appellierte eindringlich an die gesamte Belegschaft und an alle, die Verantwortung für das Krankenhaus tragen: „Wir brauchen eine positive Grundstimmung, eine mitreißende Aufbruchstimmung im Haus, die „auf der Straße und überall” dieses Stimmungsbild vermittelt: Ja, wir glauben an das Krankenhaus in Simmerath und an dessen Zukunft.
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