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Mäusetunnel sind bald Geschichte

Von: Robert Baumann
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Auf der Himmelsleiter hat die Straßenmeisterei NRW mit dem Abbau der „Mäusetunnel” in der Fahrbahnmitte begonnen. Foto: Robert Baumann

Nordeifel. Die Arbeiten haben begonnen. Schraube für Schraube entfernen derzeit Mitarbeiter der Straßenmeisterei NRW auf einer Strecke von anderthalb Kilometern aus der Fahrbahndecke. Bald sind die so genannten Mäusetunnel entlang der Bundesstraße 258 also Geschichte - zur Erleichterung vieler Autofahrer.

Die zehn Zentimeter hohen, weißen Kunststoff-Leitschwellen auf der Fahrbahnmitte waren im September 2008 montiert worden. Das Ziel: Verkehrsberuhigung. Mit den Mäusetunneln wollte man gefährliche Überholmanöver auf der Strecke zwischen Fringshaus und Roetgen unterbinden. Die gut gemeinte Idee erwies sich aber schnell als Schuss nach hinten. Statt verkehrsichernde Maßnahme wurden die erhöhten Fahrbahnleiter auf der wichtigsten Verkehrsader zwischen Eifel und Aachen vor allem zum Verkehrshindernis und sorgten bei den Autofahrern und vielen Pendlern für großen Ärger - vor allem in den Wintermonaten. Bei stehendem Verkehr gab es kein Weiterkommen. Und auch Streufahrzeuge und Rettungswagen wurden behindert.

Bereits vor einigen Tagen hatte der CDU-Landtagsabgeordnete Axel Wirtz bei einem Besuch in Monschau den Abbau der Leitschwellen angekündigt. Es bedürfe nur noch einer Arbeitsanweisung. Diese ist jetzt erfolgt. Drei bis vier Tage sollen die Arbeiten an der B 258 dauern, versichert Alfred Sebastian, Abteilungsleiter für Betrieb und Verkehr der Regionalniederlassung Ville-Eifel des Landesbetriebs in Euskirchen.

Allerdings werden immer noch nicht alle Leitschwellen entfernt, einzelne Elemente bleiben. Alle 40 Meter wird eine neun Meter lange Leitschwelle liegen bleiben. „Damit sind die Lücken für Einsatzfahrzeuge zum Überholen groß genug”, erklärt Sebastian. Die restlichen Schwellen sollen bis zu Beginn der geplanten Ausbauarbeiten an der Bundesstraße liegen bleiben. Und diese könnten auch erst im nächsten Jahr beginnen, vermutet Sebastian.

Die Kosten für den Abbau der Mäusetunnel halten sich allerdings in Grenzen. „Wir haben nur drei Mann im Einsatz und die Leitschwellen sind wieder verwendbar, zum Beispiel für Baustellenführungen.”

Für den Abbau der verkehrsberuhigenden Maßnahme hat sich auch die Städteregion Aachen stark gemacht. „Ich bin sehr froh, dass der Landesbetrieb die Arbeiten an der kleinen Himmelsleiter weitestgehend abschließen konnte und der Mäusetunnel wieder abgebaut wird. Wer wie ich als Berufspendler diese Straße täglich nutzt, der hat in den letzten Jahren erfahren, dass die Leitschwellen oftmals zu Leidschwellen werden können”, erklärt Detlef Funken, Pressesprecher der Städteregion Aachen. „Um den Leidensdruck der Pendler noch weiter zu reduzieren, halte ich auch eine zeitnahe Umsetzung der Verbesserungen bis zum Autobahnanschluss Lichtenbusch für zwingend erforderlich!”
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