„Mäusetunnel” auf der B 258 ein Verkehrshindernis: Lösung im Herbst?

Von: Ernst Schneiders
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Der „Mäusetunnel” bei Fringshaus: Im Winter ein fast unüberwindbares Hindernis, wenn man an liegengebliebenen Lastwagen oder Sommerreiflern vorbeifahren möchte. So auch wieder am Donnerstag. Foto: Heiner Schepp

Nordeifel. Ein wenig Schnee, glatte Fahrbahn, ein Lkw oder ein Bus fährt sich fest und schon wird die mittlere Fahrbahnbegrenzung auf der B 258 zwischen Roetgen und Fringshaus, im Volksmund auch „Mäusetunnel” genannt, zu einem schier unüberwindlichen Hindernis. Nichts geht mehr.

Etliche Politiker haben sich an diesem Thema bereits die Zähne ausgebissen. Da wurde sogar schon mit Daten und Zeiträumen gehandelt, wann der ungeliebte „Mäusetunnel” verschwunden sein würde. Er ist immer noch da, was beweist, wie gering in Wirklichkeit der Einfluss mancher gewählter Volksvertreter ist.

Noch vor wenigen Monaten hatte CDU-Landtagsabgeordneter Axel Wirtz bei einem Besuch in der Eifel erklärt, die Tage des Mittelstreifens seien gezählt. Die Antwort von Landesbetrieb Straßen NRW kam postwendend. „Vorerst”, so hieß es, werde sich dort überhaupt nichts ändern.

Sollte alles nach Plan verlaufen, dann endet „vorerst” im kommenden Herbst. Das jedenfalls hat Städteregionsrat Helmut Etschenberg beim Landesbetrieb in Erfahrung gebracht. In Höhe von Nancy, auf dem Weg in Monschaus Partnerstadt Bourg St. Andéol in Südfrankreich, hatte Etschenberg mit dem Landesbetrieb telefoniert und den aktuellen Stand der Dinge erfragt.

Im kommenden Herbst sollen demnach die Arbeiten an der B 258 beginnen, und im Zuge dieser Bauarbeiten soll der Mittelstreifen in seiner derzeitigen Form verschwinden. Etschenberg: „In diesem Punkt herrscht Übereinstimmung mit dem Landesbetrieb. Die Perspektive ist gut, dass mit Abschluss der Bauarbeiten der Mäusetunnel der Vergangenheit angehört.”

Fahrbahn nicht breit genug

Dem Städteregionsrat, der als Wahl-Konzener die ganze Woche über diese Strecke fährt, ist der „Mäusetunnel” in der Vergangenheit des öfteren erheblich aufs Gemüt geschlagen. Noch vor kurzem hatte Helmut Etschenberg erklärt, sollte er diese Frage allein zu entscheiden haben, dann würde er „gute Gründe finden”, den „Mäusetunnel” zumindest im Winterhalbjahr demontieren zu lassen. Weil er es aber nicht zu entscheiden hat, konnten sich die winterharten Nordeifeler am Mittwochabend auf der B258 in der Disziplin üben, die sie in solchen Situationen kennen: Geduld haben.

Zwar hingen auf der glatten „kleinen Himmelsleiter” abends ein Bus und ein Lkw nicht lange fest, dennoch gab es Behinderungen. So berichtete ein Augenzeuge (und Betroffener), dass ein Fahrer sich nicht getraut habe, an einem am rechten Fahrbahnrand liegengeliebenen Fahrzeug vorbeizufahren., weil er befürchtete, die Fahrbahn sei nicht breit genug, und er wegen des „Mäusetunnels” nicht auf die Gegenfahrbahn ausweichen konnte.

Ergebnis: Alle folgenden Fahrzeuge mussten anhalten und kamen auf der glatten Fahrbahn anschließend nicht mehr weg. Blieb nur eines: Den jeweils vorderen Wagen mit vereinten Kräften anschieben und so den Rückstau nach und nach „abarbeiten”.
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