Löschgruppe Schmidt: 100-jähriges Bestehen wird gefeiert

Von: ale
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Kreisjugendwart, Peter Kirschb
Kreisjugendwart, Peter Kirschbaum (links) und Kreisbrandmeister Hans-Peter Herkenrath (rechts) ehrten verdiente Feuerwehrmänner der Löschgruppe Schmidt: Marco Breuer, Paul Frings, Manfred Hürtgen, Marcel Pastern und Markus Baur. Foto: Anneliese Lauscher

Schmidt. Ihr 100-jähriges Bestehen feierte die Feuerwehr Schmidt am Wochenende. Mit dabei waren das ganze Dorf und die befreundeten Wehren.

Am Samstag geleitete das Trommler- und Pfeiferkorps die Feuerwehr nach der heiligen Messe mit fröhlichem Klang zum Schützenhof, wo im festlich hergerichteten Saal der Kommers stattfand. Die Ortsvereine ließen es sich trotz schweißtreibender Temperaturen nicht nehmen, dem Jubiläumsverein die Ehre zu erweisen.

An Hitze seien die Feuerwehrleute gewöhnt, meinte Margit Göckemeyer, die Bürgermeisterin der Stadt Nideggen. Sie erinnerte in ihrem Grußwort an den gemeinsamen Einsatz mehrerer Wehren, als vor drei Wochen ein Unwetter mit großer Wucht die hiesigen Orte traf und binnen kürzester Zeit umgestürzte Bäume entfernt und die Fahrbahnen wieder frei gemacht wurden. „Ihre Arbeit muss Hand in Hand gehen”, merkte die Bürgermeisterin an; sie freue sich darüber, wie die Vereine sich gegenseitig in ihren Aktivitäten unterstützten.

Hans-Peter Herkenrath, der Kreisbrandmeister des Kreises Düren, sprach den Feuerwehrleuten Dank und Anerkennung für ihre Hilfsbereitschaft aus. Auch den Familienangehörigen dankte er, denn sie müssten viel Toleranz aufbringen und unterstützten dadurch die Feuerwehr.

Er hielt den Zuhörern auch den Wandel in der Arbeit der Wehren vor Augen: „Heute wird die Feuerwehr nicht nur zu Bränden gerufen”, ihr Einsatzbereich erstrecke sich tatsächlich auf die Gebiete „Löschen, Retten, Schützen, Bergen”. Zeitaufwendige Fortbildungen und Übungen würden den Feuerwehrleuten abverlangt. Herkenrath warnte eindringlich davor, über die Schließung von Standorten im ländlichen Raum nachzudenken. „Die an uns gestellten Anforderungen lassen sich nur durch Dezentralisierung der Standorte erreichen”, ist er überzeugt. Dafür bekam er kräftigen Applaus.

Der Ortsvorsteher von Schmidt, Ludwig Fischer, erzählte ein anschauliches Beispiel, als er beobachtet hatte, dass jemand ungeduldig auf die Feuerwehr wartete und behauptete, es sei schon eine halbe Stunde vergangen. „Tatsächlich war die Feuerwehr in sechs Minuten da”, berichtete Ludwig Fischer, und er habe die Männer bewundert: „Jeder wusste, was er zu tun hatte, und in wenigen Minuten war der effiziente Einsatz beendet.”

Karl-Heinz Latz, der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Nideggen, hob die gute Jugendarbeit in der Löschgruppe Schmidt hervor. Er wandte sich gegen Vorurteile wie „Es dauert zu lang” oder „Die brauchen zu viel Wasser” und lobte die hohe Einsatzbereitschaft und den ausgezeichneten Ausbildungsstand der Feuerwehr.

In Würdigung ihrer besonderen Verdienste erhielten Marcel Pastern, Paul Frings und Manfred Hürtgen das silberne Ehrenzeichen aus der Hand des Kreisbrandmeisters Hans-Peter Herkenrath. Kreisjugendwart Peter Kirschbaum hob die Arbeit von Markus Baur und Marco Breuer hervor, die sich seit Jahren als Betreuer für die Jugend hervorgetan haben; sie erhielten die silberne Ehrennadel der Landesjugendfeuerwehr.

Mit guten Wünschen und anerkennenden Worten gratulierten befreundete Wehren. Auch die Schmidter Ortsvereine reihten sich ein in die Schlange und drückten ihre Anerkennung und Wertschätzung gegenüber den Feuerwehrleuten aus.

Wer noch mehr schwitzen wollte, der tanzte zur Musik der „Melano-Oldieband”, die schöne, gute, alte Schlagermusik mit Können und Energie spielte.
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