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Liebhaberstücke am laufenden Band

Von: V.M.
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Auf dem Monschauer Marktplatz kamen die Liebhaber alter Vehikel am Samstag auf ihre Kosten, wieder mal machte die belgische Venn-Rallye in der Altstadt Station. Foto: V. Monterey

Monschau. „Wir waren schon in Italien bei Mille Miglia, zu Deutsch: Tausend Meilen, eines der berühmtesten Rennen überhaupt”, erzählten Daniel und René Bartholemy, Veteranen und motorsportbegeisterte Fans aus Eupen, „aber so alte Fahrzeuge bekommt man dort nicht zu sehen”.

Auf dem Monschauer Marktplatz bot sich dem Zuschauer am Samstag ein ganz besonderes Schauspiel. Unzählige Oldtimer mit offenem Verdeck bis zum Baujahr 1931 und älter trafen sich dort bei der ersten Ausfahrt des Jahres des Royal Vétéran Car Clubs mit Teilnehmern aus Belgien, Frankreich, England und den Niederlanden und ließen sich von den Besuchern, die trotz des grauen Regenwetters zum Monschauer Etappenziel der 51. Rallye Fagnes Hivernales gekommen waren, bewundern.

„Die Chance, so alte Kisten zu sehen, hat man nicht so oft”, raunte der kleine zehnjährige Sohn Raphael Bartholemy. Begeistert auch sein achtjähriger Bruder Jean: „Toll, dass man die noch anmachen muss, die noch zu sehen und zu hören”. „...und zu riechen”, fügte Papa Daniel schmunzelnd hinzu.

Wie viele andere Fans schlenderten sie von Automobil zu Automobil und ließen sich von den Veteranen des Clubs die Besonderheiten erklären. Die ältesten Fahrzeuge waren mehr als hundert Jahre alt, so zum Beispiel ein Lorraine-Dietrich aus Belgien und ein Darracq aus den Niederlanden. Neben drei Packards waren auch drei Sportwagen unterwegs, die ehemals im Rennsport eingesetzt worden waren.

„Dieser Chevrolet von 1929 hat als einziger noch Holzspeichen”, erklärte Josephus Van Meir. Nicht ohne Stolz präsentierten er und sein Sohn Philippe aus den Niederlanden ihr liebevoll restauriertes Automobil mit vier Plätzen, sechs bis sieben Zylindern und 40 PS - und 15 Litern Spritverbrauch. „Maximal 90 Kilometer pro Stunde können wir damit fahren, aber wir bleiben fast ausschließlich auf kleinen Landstraßen.”

So fuhr man auch bei der 51. Ralley auf Nebenstrecken von dem morgendlichen Treffpunkt in Verviers über Cheneux und Lierneux bis So Bechefà, wo es ein kleines gemeinsames Picknick gab, und von dort weiter über St.Vith, Büllingen und Höfen nach Monschau.
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