Liebesschlösser: Kölscher Brauch hält in Monschau Einzug

Von: cj
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Ähnlich wie in Köln an der Hohenzollernbrücke: In Zukunft können sich die Schülerinnen der Mädchenrealschule mit einem gravierten Schloss am Eingangstor verewigen. Foto: C. Jahns

Monschau. Jeder, der schon einmal in Köln war, sollte sie kennen: die Liebesschlösser an der Hohenzollernbrücke nahe dem Hauptbahnhof. Hunderte bunte Vorhängeschlösser hängen dort glänzend in der Sonne, jedes für ein Liebespaar, das sich die ewige Treue schwor, indem es das Schloss am Geländer befestigte und den Schlüssel in den Rhein warf.

Mittlerweile sind es bereits so viele Schlösser, dass das Gitter, an dem sie befestigt sind, kaum noch zu sehen ist.

Das ist an der Mädchenrealschule St. Ursula in Monschau noch nicht so. Seit kurzem besitzt auch die Bischöfliche Mädchenrealschule ein solches Metallgitter am Eingangstor und zwar genau zu diesem kölschen Zweck. „Der Gedanke dabei ist, dass sich die abgehenden Schülerinnen an dieser Schule verewigen können“, erklärte Schulleiter Franz-Peter Müsch, „denn ein in ein Schloss gravierter Name, dessen Schlüssel versenkt wird, hat eine große symbolische Bedeutung.“

Das Gittertor wurde gestiftet von Dietmar Harth, Leiter von Metallbau Krings in Imgenbroich, dessen Tochter momentan die 6c der Mädchenrealschule besucht. Das erste Schloss, das das Tor am vergangenen Freitag einweihte, ist demnach auch kobaltblau wie das Logo des Stifters.

Als Ort der Versenkung des Schlüssels wurde idealerweise die naheliegende Rur auserwählt, auf deren Grund in naher Zukunft, ähnlich wie in der Domstadt, immer mehr Schlüssel glitzern werden.

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