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Lehrt die FH schon ab Sommer am Standort Monschau?

Von: hes
Letzte Aktualisierung:
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Das in den 60er-Jahren erbaute Hauptschulgebäude auf der Haag (links) könnte ab Sommer zum FH-Standort werden. Die bisher dazu gehörige Sporthalle (oben) bleibt im Besitz der Stadt Monschau. Rechts im Bild das Gelände des St. Michael-Gymnasiums. Foto: H. Schepp

Monschau. Als Hauptschule gebaut, zurzeit als Flüchtlingsunterkunft genutzt und künftig Standort der Fachhochschule Aachen? Einzelheiten konnte und wollte Monschaus Bürgermeisterin beim Bürgerinfoabend in Imgenbroich dazu noch nicht preisgeben, wohl aber, dass man „in sehr aussichtsreichen Verhandlungen“ mit der Fachhochschule Aachen stehe und diese möglicherweise schon im Sommer einen Nebenstandort auf der Monschauer Haag gründe.

„Bitte haben Sie Verständnis, dass ich hier und heute noch nicht mehr sagen möchte, weil die Verhandlungen noch im Gange sind“, sagte Ritter auf die Frage aus der Zuhörerschaft, ob Veränderungen bei der Unterbringung der Flüchtlinge in der Stadt Monschau anstünden. Das ehemalige Hauptschulgebäude auf der Haag sei „ideal als Flüchtlingsunterkunft“, sagte die Bürgermeisterin. Nachdem die Schließung der Hauptschule absehbar gewesen sei, habe sich die Stadt jedoch um eine langfristige Folgenutzung bemühen müssen und sei dabei auch mit der Fachhochschule in Verhandlungen getreten, die nun kurz vor dem Abschluss stünden.

Für die Unterbringung der Flüchtlinge sei im Falle des Wegfalls der Einrichtung Haag dann ein vorübergehender Umzug in die Erstaufnahmeeinrichtung auf der „Funk“ vorgesehen, erläuterte Margareta Ritter. Ab Mitte 2018 sei dann dauerhaft eine Unterbringung aller der Stadt im Zuge der Erstaufnahme zugewiesenen Flüchtlinge in der dann leer stehenden Realschule Monschau denkbar, sagte Ritter. Erste Begehungen im Schulgebäude, in dem derzeit noch die Schuljahre acht, neun und zehn der Elwin-Christoffel-Realschule und der Gemeinschaftshauptschule Monschau/Roetgen/Simmerath untergebracht sind, hätten bereits stattgefunden.

Im Falle einer Niederlassung der FH bleibe die Sporthalle der Hauptschule in jedem Fall im Eigentum und in der Nutzung der Stadt Monschau, betonte Ritter auf Nachfragen aus den Zuhörerrängen. Bei den derzeit laufenden Sanierungsmaßnahmen werde die Halle versorgungstechnisch komplett autark, also unabhängig vom Schulgebäude geschaltet. Die Halle und ihre Nebenräume könnten also weiterhin von Vereinen und Schulen genutzt werden, versicherte die Bürgermeisterin.

Keine Angaben wollte Ritter hingegen zum Fachbereich machen, mit dem die Fachhochschule sich in Monschau möglicherweise niederlassen werde. Sie ließ aber durchblicken, dass die Niederlassung in Kooperation mit ortsansässigen Unternehmen erfolgen könne.

13.000 Studierende

Die FH Aachen – University of Applied Sciences gehört mit über 13.000 Studierenden und etwa 230 Professoren, 470 Lehrbeauftragten sowie 750 Mitarbeitern in Lehre und Forschung zu den größten Fachhochschulen Deutschlands. Mit Stand September 2015 bietet die Hochschule 53 Bachelor-, 22 Master- und drei kooperative Studiengänge an. Der Schwerpunkt liegt in den MINT-Fächern, das heißt in den Fächern der Themengebiete Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik sowie den ständig wachsenden Fachbereichen der Wirtschaftswissenschaften und der Gestaltung.

Die FH hat als Hauptstandorte Aachen und Jülich sowie weitere Einrichtungen unter anderem in Köln, Düren, Linnich, Euskirchen und Geilenkirchen.

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