Lebensqualität auch noch in der letzten Lebensphase

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Seit 15 Jahren gibt es die Hos
Seit 15 Jahren gibt es die Hospizarbeit im Monschauer Land. Am morgigen Mittwoch wird aus diesem Anlass in Roetgen gefeiert.

Nordeifel. Die evangelische Kirchengemeinde Monschauer Land als Träger der hiesigen Hospizarbeit hat aus Anlass des 15-jährigen Bestehens des Hospizdienstes, der ein Markenzeichen ihrer Diakoniearbeit darstellt, für Mittwoch, 12. Oktober, zu einer Feierstunde ins evangelische Gemeindehaus nach Roetgen eingeladen.

Mit den Mitarbeitern aus der bisherigen Zeit der hiesigen Hospizarbeit und den Kooperationspartnern wie Seelsorgern, Pflegediensten, Ärzten und die benachbarten Hospizdienste im Raum Aachen sowie Vertreter aus der hiesigen politischen Ebene, wird man auf vergangene 15 Jahre Hospizarbeit anstoßen und den Blick nach vorne richten, das Angebot der Hospizbegleitung noch mehr Menschen bewusst zu machen, um Würde und Lebensqualität von betroffenen Menschen bis zuletzt so hoch zu halten, wie möglich.

Menschen, deren letzte Monate und Wochen offensichtlich angebrochen sind, nicht allein zu lassen, war in der 70er Jahren des letzten Jahrhunderts bedachtsamen Menschen mehr und mehr ein Bedürfnis geworden.

Sterbenden eine Begleitung anzubieten, die bezogen auf die persönliche Situation des Menschen, dessen Ende absehbar wird, eingeht und ihm die Hand reicht, fand in einer ersten Welle der Hilfsbereitschaft viele engagierte Mitmenschen.

In der hiesigen Region griff die evangelische Kirchengemeinde Roetgen den Gedanken auf, sterbende Menschen nicht allein zu lassen. Auf eine Initiative von Pfarrer Wolfgang Köhne gelang es im Herbst 1996, eine Gruppe von Bereitwilligen zu werben, die sich einer entsprechenden Schulung zu stellten. Unter der Leitung von Bronislaw Gembala, einem der Pioniere der Hospizarbeit in Deutschland, wurden sie für die speziellen Aufgaben und Herausforderungen in der Sterbebegleitung vorbereitet. Nach Ende des Kurses standen für den hiesigen Eifelraum 28 Hospizhelferinnen bereit.

Entlastung für Angehörige

Dieses Angebot an Mitsorge und Unterstützung für jedermann und konfessionsunabhängig fand bald auch Resonanz bei betroffenen Menschen und ihren Familien wie auch in den Seniorenwohnheimen. Betroffene wussten am meisten zu schätzen, was es bedeutete, Hilfe zu empfangen, in manchen Kleinigkeiten des täglichen Bedarfs unterstützt zu werden.

Vor allem aber wurde und wird durch Zuspruch, Einfühlungsvermögen, Achtsamkeit, Wärme oder ein Gegenüber, das zuhören kann, ein erleichterndes Wort einbringt, viel an Lebensqualität gestützt. Mitbeten, Schweigen annehmen und aushalten, damit in der Stille manches seinen Platz oder seine Richtung findet, sind weitere Ansätze, die helfen können. Es kommt auch vor, dass es noch eine Last von ehemals abzunehmen ist, Frieden mit jemand zu finden, eben sein Leben abzurunden, bevor es endet.

Angehörige bringen sich meist aufopferungsvoll in die Fürsorge und Begleitung ihrer Eltern z. B. ein, ein besonderer Reichtum aller Beteiligten. Sie verlieren aber zu oft den Blick für die eigene Überforderung, die sie selber zu Hilfsbedürftigen machen kann. Da stützen die Hospizhelfer auch sie durch Entlastungshilfen wie auch ihrer Begleitung in den Sorgen und in ihrer Trauer. Bis heute konnte der Hospizdienst mehreren hundert Menschen helfend beistehen; das Engagement der beteiligten Hospizhelfer beläuft sich da natürlich längst auf einen vierstelligen Bereich an geleisteten Stunden.

Heute verfügt der Hospizdienst über 17 aktive Mitarbeiter, darunter auch drei Männer. Eine Gruppe von 15 Frauen und Männern wird bald nachdem Jahreswechsel ihren Befähigungskurs abschließen.

Mit dem Jahr 2011 begann die Zusammenarbeit mit dem neuen Träger, der Ev. Kirchengemeinde Monschauer Land.
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