Simmerath - Landfrauen verwandeln den Saal Wilden in ein Piratenschiff

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Landfrauen verwandeln den Saal Wilden in ein Piratenschiff

Von: breu
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„Kein Zweifel, am schönsten ist die Eifel“ resümierten die Marketenderinnen der Sonnenfunken mit ihrem Auftritt bei der Landfrauensitzung. Foto: Kornelia Breuer

Simmerath. Am Samstagnachmittag enterten die Landfrauen in bunten Piratenkostümen den Saal Wilden, der förmlich aus allen Nähten zu brechen drohte. Die vielen Gäste hatten sich mit ihren fantasievollen Kostümen zumeist dem Motto angepasst.

Die Vorsitzende Sofia Hoffmann begrüßte die Frauen zum Piratenfest. Sie freute sich, mit Monika Herzschuh das 300. Mitglied begrüßen zu dürfen. Weit über die Hälfte dieser Mitglieder hatte sich im Saal eingefunden und konnte sich zuerst an Kaffee und Berlinern stärken.

Die Stimmung war schon zu Beginn des Programms bombig. Gabi Kaulen, Annette Gerards und Angelika Mies zeigten als „Die drei Tenöre“ eine tolle Aufführung, die an ein schwankendes Schiff erinnerte. Auf der „schwäbschen Eisenbahn“ zeigten Gudrun und Margit wie und mit welchen Mitteln eine Stadtfrau und eine Bäuerin ihr Gesicht auf Vordermann bringen. Der wortlose Vortrag wurde mit einigem Zwischenapplaus und vielen Lachern belohnt.

Die Marketenderinnen der KG Sonnenfunken, ebenfalls Mitglieder der Landfrauen, zeigten in bunten Kostümen und den passenden Liedern, was man auf einem Jahresausflug durch Europa erleben kann. Zum Schluss waren sie sich mit dem Publikum einig: „Kein Zweifel, am schönsten ist es in der Eifel.“

„Wir haben die Einladung der Landfrauen gerne angenommen und freuen uns, hier sein zu dürfen“, erklärte Präsident Marc Topp, nachdem er mit seiner KG Klev Botze aus Rollesbroich prunkvoll einmarschiert war. Das Prinzenpaar Rolf und Ursula (Marx), die im richtigen Leben einen großen Bauernhof betreiben, stellte mit seinem Gefolge die richtige Kulisse für einen Landfrauenkarneval.

Nachdem die Mini-Garde und die Tanzgarde ihre Tänze gezeigt hatten, traten mit dem Gefolge „staatse Bauern und scharfe Kühe“ an und man konnte sehen, wie es in einem Eifeler Kuhstall zugeht. Nachdem die Orden verliehen waren, geleitete der Regimentszug – das Trommler- und Pfeiferkorps Rollesbroich – die blau-weißen Klev Botze wieder von der Bühne.

Ein Schnäpschen in Ehren...

Die ehemalige Simmerather Prinzengarde erfüllte den Programmpunkt „The Blue Man Group“ perfekt und bot den jecken Frauen ein aufregendes Bild. Bei der Sitzung der Landfrauen ist es Tradition, dass sich die Gäste mit einer Polonaise ein Schnäpschen an der Theke abholen.

Aufgrund der hohen Zahl der Gäste fiel diese in diesem Jahr aus, die „Dröpchen“ wurden stattdessen an die Tische gebracht. Auch einige Frauen des Kirchenchores zählen zu den Mitgliedern der Landfrauen. In einem lustigen Vortrag aus Rede und Gesang erzählten sie, wie sie zu ihrem „Hüftgold“ gekommen sind und welche Versuche sie machen, dieses wieder loszuwerden.

„Puttes en Zemm“ nannten sich neun gestandene Männer in schwarz-gelber Kleidung, die dann mit ihrem Gesang den Saal zum Kochen brachten. Sofia Hoffmann hatte die „Öcher Stadtmusikanten“ letzten Sommer in Woffelsbach gesehen und gehört. „Die musste ich einfach für unsere Sitzung haben“, erklärte sie, als sie die Gruppe erst nach mehreren Zugaben von der Bühne ließ.

Hinter dem Pseudonym „Halleluja“ verbarg sich eine nahezu perfekte Kopie der Kölner Gruppe Brings. Die vier Männer und eine Frau aus der Gemeinde Simmerath heizten mit den bekannten Hits der Gruppe noch einmal nach.

Die KG Sonnenfunken mit ihrem Dreigestirn und den Kindertollitäten marschierte dann in einen stimmungsgeladenen Saal ein und bereicherte das Programm noch mit einem fast einstündigen Auftritt.

Der Vorstand der Landfrauen beendete den Nachmittag mit einem schwungvollen Piratentanz, den sie auf Wunsch von Bürgermeister Hermanns am Donnerstag noch einmal im Rathaus aufführen werden. Nach dem Schlusslied hatten sich dann alle eine Stärkung verdient. Beim gemeinsamen Abendessen ließ man den Nachmittag Revue passieren und die Frauen waren sich einig, eine tolle Sitzung erlebt zu haben.

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