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Lammersdorfer Theatertruppe feierte Premiere

Von: Barbara Berger
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Bei ihren Aufführungen hatte die Lammersdorfer Theatertruppe die Lacher auf ihrer Seite. Foto: Barbara Berger

Lammersdorf. Willkommen im Saftladen: Eigentlich sind faule Mitarbeiter, die mit allem anderen beschäftigt sind als mit ihrer Arbeit, nicht sonderlich lustig. Aber wer hätte schon gedacht, dass pures Chaos gelegentlich auch ausgesprochen amüsant sein kann?

Die Besucher, die am Wochenende im Lammersdorfer Pfarrheim zusammenkamen, um einen Blick in das etwas angestaubte „Vorzimmer” der „Chaos GmbH” zu werfen, bewiesen jedenfalls den richtigen Riecher. Belohnt wurden sie dafür mit knapp zwei Stunden launiger Unterhaltung, dargeboten von der Theatergruppe des Lammersdorfer Heimatvereins.

Nach einer längeren Pause meldete die sich wieder bei ihren Zuschauern zurück mit eben diesem Theaterstück, in dem die Angestellten der „Toilett-Werbe-GmbH” um ihre Arbeit bangen müssen, nachdem beschlossen wurde, eine hocheffiziente Computer-Anlage zu installieren. Natürlich kommt es in diesem Rahmen zu zahlreichen klugen Einfällen der Mitarbeiter, die frei nach dem Motto: „Wir wollen keine Computer, denn wir sind dreimal guter!”, gegen die Veränderungen im Betrieb lautstark und mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln protestieren.

Dass dabei nicht immer alles glatt ging, gereichte dem Publikum zum Vergnügen, und so erntete das gut aufgelegte Ensemble reichlich Lacher.

Dabei wohnten die etwa hundert Zuschauer, die im fast ausverkauften Saal des Pfarrheims saßen, nicht nur der Premiere des Stückes bei, sondern erlebten auch erstmalig einen gemeinsamen Auftritt des Erwachsenen- und Jugendtheaters.

„Wir haben diesmal versucht, die älteren Jugendlichen einzubinden, was uns auch gut gelungen ist”, berichtete der Vorsitzende des Heimatvereins, Lothar Berger, der sich außerdem hocherfreut zeigte über die positive Resonanz des Publikums und das große Interesse an den Karten für die beiden Vorstellungen Samstag und Sonntag.

Sabine Berger alias Azubi „Uschi Schneider” und Sandra Feder in ihrer Rolle als schlagfertige, freche Computerfachfrau „Trudi Megabyte”, schlugen sich bei ihrem ersten Auftritt in der Erwachsenenabteilung mehr als wacker.

Mit ihnen auf der Bühne überzeugten Lioba Wynands als holländische Schreibkraft mit einem Faible für „Kaaskuche”, Peter Falter als betrunkener Chef der chaotischen Truppe, Michael Poschen, der den verliebten Hausmeister spielte, Astrid Baltus als Chefsekretärin, Gerd Skropke, der den unsympathischen Betriebsprüfer mit ganz viel Herz verkörperte, sowie Lothar Berger als amerikanischer Firmeninhaber. Die Regie führte Heinrich Poschen.

Diese Gruppe sorgte für einen durchweg unterhaltsamen Abend, und das trotz der stressigen Umstände, die im Vorfeld der Premiere für zusätzliches Lampenfieber gesorgt hätten, so Berger: „Vergangene Nacht haben wir noch bis 1 Uhr die Kulisse aufgebaut, in der wir heute bei unserer Generalprobe, am Tag der Premiere, das allererste mal üben konnten.” Anzumerken war der Truppe diese Anstrengung kaum, das mag daran gelegen haben, dass fast ausnahmslos Routiniers auf den Brettern standen.

Klar müsse man, selbst als Laienschauspieler, auch mal spontan sein können und improvisieren, erzählt der Vorsitzende, aber das bekämen die Zuschauer dann meist gar nicht mit, fügt er hinzu. Darin seien die Darsteller geübt. Wichtig sei vor allem, dass alle mitzögen, so Berger weiter, denn „Theater kann man nur im Team machen”.

Ruhe gönnen sich die Theaterleute nach der letzten Aufführung am Sonntag aber noch lange nicht: Schon bald beginnen die Proben der Jugend- und der Kindertheatergruppe, die dann, so der Zeitplan, im Sommer zur Aufführung kommen sollen.
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