„Kunst & Handwerk im Dorf“: Roetgen hat viel zu bieten

Von: Günther Sander
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In den Geschäften herrschte Hochbetrieb: Auch in der Filz- und Designwerkstatt war der Antrag groß. Foto: Günther Sander
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Im „Lesezeichen“ präsentierte Claudia Küpper den Kalligrafen Thomas Hoyer. Seine Schönschreibkunst gefiel den Besuchern. Foto: Günther Sander

Roetgen. Die Idee war genau richtig, sie war Gold wert. Was die Geschäfte, Unternehmen und Künstler mit der neuen Aktion „Kunst & Handwerk im Dorf“ am zweiten Adventssonntag in die Tat umgesetzt hatten, wurde am Ende zu einer wahren „Erfolgsgeschichte“, gar zu einem „Adventsmärchen“ der besonderen Art.

Da es den Weihnachtsmarkt im Dorf lange schon nicht mehr gibt, wurde eine Hand voll engagierter Damen und Herren in Eigeninitiative fündig, um mit einer spektakulären Idee „ihr“ Roetgen positiv in ein gutes Licht zu rücken.

Die Voraussetzungen zu diesem „Adventssonntag der Inspiration“ waren gegeben: Frau Holle hatte noch einmal ihre Betten geschüttelt und ganz Roetgen mit zartem Weiß bedeckt, doch just am Nachmittag setzte der Regen ein, der aber die Adventsstimmung nicht trüben konnte.

Zufrieden zeigten sich auch die Organisatoren: „Das hat gut geklappt, wird sind mit der Resonanz unserer ersten Aktion dieser Art durchweg zufrieden“, bilanzierte Birgit Gillen (Filz- und Designwerkstatt). Mit-Initiatorin Claudia Küpper setzte noch eins drauf: „Super, in Roetgen und in den Geschäften war richtig etwas los.“ Das Interesse sei groß gewesen und das Angebot angenommen worden, so Küpper. „Wir haben es geschafft, viele Leute auf die Straße und in die Geschäfte zu bringen“, sagten die Künstler Elke Buschmann und Christoph Erhardt wissen.

Feuerwerk zum Abschluss

Und noch etwas Erfreuliches: Alle 36 Baumlichter – als Erkennungszeichen der Teilnehmer aufgestellt – wurden restlos verkauft. Der Erlös kommt der Monschauer Tafel zugute. „Wahnsinn, wir haben jede Menge Nachbestellungen vorliegen, die wir aber leider bis Weihnachten nicht mehr herstellen und liefern können“, sagt Erhardt. Sein Tipp: „Die kann man auch im Sommer bei jeder Party aufstellen.“

100 Euro aus dem Punschverkauf bei Birgit Gillen fließen ebenfalls in den Erlös, der an die Monschauer Tafel geht. Die Initiatoren resümierten stolz: „Roetgen hatte einen neuen Treffpunkt bekommen, man traf sich zu Glühwein, Punsch und Kaffee und unterhielt sich gut.“

Die Künstler und Handwerker legten sich mächtig ins Zeug, sie begeisterten die Besucher mit ihren Arbeiten und Werken. Ob Fotografien, Malereien, Schmuck und Papierkunst, ob Kalligraphie (Schönschreibkunst) oder die Handweberei, die gute alte Zeit lebte noch einmal auf und brachte schöne Erinnerungen. Auch die kulinarische Seite kam nicht zu kurz, es duftete nach Glühwein, Punsch und Kaffee, so dass wirklich „im Dorf etwas los war“.

Im Ofenhaus heizte der „Vielharmonische Chor Roetgen“ mit bekannten Weisen ein, der „Lovely Mister Singing Club“ erteilte in der Privatschule Conventz den Besuchern eine Lektion in schöner Musik, während die Märchenerzählerin im Eiscafé Stromboli die Kinder in ihren Bann zog. Es mussten dort sogar noch Tische und Stühle herangeholt werden.

Die Besucher wechselten die Standorte, um nur ja nichts zu verpassen. Mit der großen Feuershow auf dem Marktplatz ging der Tag zu Ende. Die Organisatoren möchten das Konzept gerne weiterführen: „Wir werden auf jeden Fall auch im nächsten Jahr mit diesem Angebot wieder präsent sein“, versprach Claudia Küpper (Lesezeichen). Der Sonntag habe deutlich gemacht, was für ein Potenzial Roetgen zu bieten habe.

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