Radarfallen Blitzen Freisteller

Kunst, die den Horizont erweitert

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
7083629.jpg
Zeigt 14 Landschaftsbilder mit Tiefe in der Galerie Freitag 18.30: Künstler Kai Savelsberg (links) bei der Vernissage zu „Horizontverfolgung“ mit Robert Mertens. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Er will, dass man reagiert. Er will, dass gesagt wird, was man denkt – egal ob man Kunstkenner ist oder nicht. Denn Emotionen haben sie schließlich alle. Der gebürtige Aachener und zeitweise in Monschau lebende Künstler Kai Savelsberg will, wie er selbst sagt, auf den Putz hauen. Bildlich gesprochen.

So spricht auch kein geringerer als der Künstler selbst die Eröffnungsworte anlässlich seiner Ausstellung „Horizontverfolgung“ in der „Galerie Freitag 18.30“.Bereits seit 2004 präsentiert Savelsberg im Zwei-Jahres-Zyklus seine Bilder in einer Einzelausstellung. Dieses Jahr dreht sich thematisch alles um Landschaften. Und der Titel „Horizontverfolgung“ besitzt eine ganz bestimmte Intention: „Mit dem Begriff Horizonterweiterung“ kann jeder etwas anfangen. Es ist auch gut, seinen Horizont zu erweitern, aber meistens bleibt es dann dabei“, erzählt der gelernte Theatermaler und ergänzt „dabei ist es auch wichtig, Gedanken und Ziele weiterzuverfolgen und nicht stehen zu bleiben, indem man eben nicht nur die Erweiterung macht, sondern auch das, was danach kommt.“

Die 14 Bilder, die in der Galerie gezeigt werden, heben die Trennlinie, die den Horizont zeigt, deutlich hervor. Dort, wo zwei Materialien aufeinander treffen, sitzt die Kontur. Dort, wo Holz der Leinwand begegnet oder wo zwei verschiedene Holzarten verwendet wurden, beginnt ein neuer Abschnitt. Dabei haben Landschaften für Savelsberg etwas fesselndes und zugleich faszinierendes, denn meistens reicht schon eine feine Linie aus, um eine Landschaft auch als solche zu erkennen.

Zudem kann man in sie viel rein projizieren, womit man wieder bei den Emotionen ist. „Mir ist es wichtig, dass Kunst keine hohle Hülle ist, sondern mit Leben gefüllt wird. Und dafür muss man nicht unbedingt ein Kunstkenner sein, denn in erster Linie geht es um Emotionen“, so Savelsberg. Zusätzlich zu seiner Ausstellung in der Galerie hatten die Besucher auch die Möglichkeit einen Blick in das Atelier des Künstlers zu werfen, wo sein breites Spektrum deutlich wurde. Denn neben Landschaften sind es auch die Menschen, die ihn interessieren und die er malt.

Und während in der Malerei Pinsel und Farbe seine wichtigsten Utensilien sind, so sind es im Bereich der Lyrik Stift und Papier. Denn Gedichte, mal mit mal ohne Bezug zu Kunstwerken, schreibt der 39 jährige auch. Genügend Stoff für lebendige Auseinandersetzungen bietet das allemal. Und sicher ist auch, dass diese nicht nur horizonterweiternd sind, sondern auch zu einer Horizontverfolgung animieren.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert