alemannia logo frei Teaser Freisteller

Kulturfestival: Nachbarn machen mächtig Konkurrenz

Von: Jutta Geese
Letzte Aktualisierung:
Engelmuseum: Rund um das Museu
Engelmuseum: Rund um das Museum Zinkhütter Hof in Stolberg nahmen das Theater Anu und Bartel Meyer beim Kulturfestival die Besucher mit auf eine himmlische Reise. Foto: Heike Eisenmenger

Aachen. Das achte Kulturfestival der Städteregion ist erst am Sonntag mit dem Familien-Theaterstück „Elefanten vergessen nie” in Roetgen zu Ende gegangen, und schon ist Kulturbeauftragte der Städteregion dabei, erste Eckpfeiler für das neunte Festival im kommenden Jahr zu setzen.

Denn: „Wir haben starke Konkurrenz bekommen. In den Kreisen Düren und Heinsberg gibt es inzwischen auch viele kulturelle Events. Das merkt man am Booking bei den Agenturen. Deshalb muss man schon jetzt Anfragen starten”, sagt Dr. Nina Mika-Helfmeier. Und angesichts des - erneut - großen Publikumszuspruchs steht für sie und auch Städteregionsrat Helmut Etschenberg außer Frage, dass das Kulturfestival mit Events in allen zehn Kommunen fortgesetzt wird.

Mehr als 12.000 Besucher strömten zu den Veranstaltungen. Das waren zwar gut 3000 weniger als im Vorjahr, aber: „Damals hatten wir allein beim Open-Air-Festival mit Bela B. auf Merzbrück etwa 7000 Zuhörer. In diesem Jahr hatten wir mehr kleinere Events”, erklärt Mika-Helfmeier, die mit dem Besucherzuspruch hoch zufrieden ist. Und auch die Kommunen, mit denen die Zusammenarbeit inzwischen sehr gut sei, seien mit Blick auf ihre klammen Kassen froh über das Engagement der Städteregion. „Wenn so bekannte Künstlerinnen wie Nina Hagen oder Hanna Schygulla zu Gast sind, ist das für die jeweilige Kommune schon ein gutes Marketing”, sagt die Kulturbeauftragte.

Orte neu in Szene setzen

Es ist die Mischung aus innovativem (Straßen-)Theater für die ganze Familie, unterschiedlichen musikalischen Stilrichtungen, literarischen Abenden und die Inszenierung von Burgen, Plätzen oder Kirchen als „Bühne”, die das städteregionale Kulturfestival auszeichnen. Dabei ist Mika-Helfmeier immer auf der Suche nach neuen Orten, die sie beziehungsweise die Künstler - rund 300 waren in diesem Jahr insgesamt beteiligt - für das kulturelle Spektakel in Szene setzen können. „Wir werden bei diesem Profil bleiben”, verspricht Mika-Helfmeier, deren Konzept, möglichst vielen Menschen Zugang zu Kunst und Kultur zu verschaffen, aufgeht. „Aber wir werden auch neue Kreationen schaffen beziehungsweise weiter ausbauen.” Dazu gehört etwa das Projekt „String Theory”, bei dem professionelle Musiker zusammen mit Musikern aus der Region innerhalb einer Woche ein Konzert auf die Beine stellten, das vom Publikum im Alsdorfer Energeticon begeistert aufgenommen wurde. Die CD dazu kommt übrigens im Oktober heraus. „Das wird im kommenden Jahr auf jeden Fall fortgesetzt.” Das gilt auch für die Einbindung des Kunst- und Kulturzentrums (KuK) Monschau in das Festivalprogramm, sagt sie. Immerhin hat die Ausstellung mit Fotos von Anton Corbijn, die noch bis zum 3. Oktober zu sehen ist, bislang rund 8000 Besucher angezogen - und mehrere hundert kamen zu den Autogrammstunden und der Talkrunde mit dem Künstler im Aachener Kino Capitol.

Zudem will Mika-Helfmeier das Profil einzelner Kommunen für bestimmte Sparten im Rahmen des Kulturfestivals weiter schärfen. So könnte sich Baesweiler als Literaturstadt einen Namen machen oder Roetgen mit Kindertheater. Auch an Open-Air-Veranstaltungen wird festgehalten. So plant Mika-Helfmeier für das neunte Kulturfestival ein Konzert in Richtung „Underground-Avantgarde”-Rock mit „guten Bands, aber ohne kommerziellen Charakter”. Als Veranstaltungsorte sind derzeit Alsdorf oder Stolberg im Gespräch. Dabei betont Mika-Helfmeier, dass das Kulturfestival der Städteregion kommerziellen Veranstaltern keine Konkurrenz machen will. Darauf werde auch im nächsten Jahr geachtet, betont sie.

Nicht alle Karteninhaber kommen

Festhalten will Mika-Helfmeier jedoch daran, dass alle Veranstaltungen kostenlos für die Besucher sind. Allerdings: „Bei den Events in geschlossenen Räumen, bei denen es ja nur ein bestimmtes Platzkontingent gibt, werden wir eine Vorverkaufsgebühr erheben. In diesem Jahr haben wir das nicht bei allen gemacht, sondern die Karten kostenlos angegeben. Und bei der ein oder anderen Veranstaltung sind dann etwa fünf Prozent der Karteninhaber doch nicht gekommen, aber wir hatten bis zu 70 Leute auf einer Warteliste.”

So feilt Mika-Helfmeier schon jetzt an inhaltlichen und organisatorischen Details. Und die Menschen dürfen sich schon jetzt auf das Kulturfestival 2012 freuen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert