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Kulturfestival der Städteregion bringt Erstklassiges

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Cornelis Voogdt verbeugt sich vor seinem Vorbild Jacques Brel.

Nordeifel. Das Kulturfestival der Städteregion Aachen 2013 umfasst elf Events, die in allen zehn Kommunen stattfinden. Es bringt Musik, Kunst und Theater zu den Menschen in der Städteregion, also dorthin, wo sie zu Hause sind. Der Eintritt kostet in vielen Fällen gar nichts, in anderen einen sehr geringen Betrag, der einen organisatorischen Hintergrund hat und zu großen Teilen für soziale Projekte gespendet wird.

„Obendrein legen wir höchsten Wert auf Qualität und Vielfalt“, so Nina Mika-Helfmeier, die Kulturbeauftragte der Städteregion. Präsentiert werden im Rahmen des Kulturfestivals Künstler aller Sparten: Sie spielen Musik jenseits des Mainstreams, sie fotografieren aus nie gesehenen Perspektiven oder sie lassen Literatur lebendig werden. Nichtsdestotrotz sind es bekannte Größen aus der bildenden und darstellenden Kunst, die in der Städteregion auftreten: Katja Riemann, Jan Plewka, Deine Lakaien, Triggerfinger, Harry Rowohlt oder Andreas Feininger sind nur eine kleine Auswahl aus der Vielfalt 2013.

Folgende Programmpunkte werden in der Nordeifel zu sehen und hören sein:

Cornelis Voogdt – Tribute to Jacques Brel (Freitag, 14. Juni, 20 Uhr, Evangelische Kirche, Rosentalstraße 8 in Roetgen, Eintritt frei): Jacques Brel erzählt in seinen Chansons von der Liebe und deren Scheitern, von der Hafenstadt Amsterdam, vom flachen Flandern – und von den Frauen, von Mathilde, Marieke, Madeleine, Rosa. 35 Jahre nach seinem Tod begeistert seine Musik unvermindert, faszinieren seine Texte nach wie vor Menschen jeden Alters auf der ganzen Welt. Cornelis Voogdt verbeugt sich vor seinem großen Vorbild und macht dessen Lieder zugleich zu seinen eigenen, spürt ihren Geschichten nach und erweckt deren Figuren und Sehnsüchte erneut zum Leben. Jedes Lied wird bei Cornelis Voogdt zu einem Gedicht, einem kleinen Theaterstück.

Ringo playing The Beatles (Freitag, 21. Juni, 20 Uhr, in der Tenne, Bachstraße 13a, Eicherscheid, Eintritt frei!): Die fünf Jungs der Coverband Ringo sind nicht irgendeine Beatles-Imitation. Ringo macht kein unnötiges Brimborium, verpackt ihre Vorbilder nicht in einer theatralischen Imitation, sondern spielt einfach deren Musik. So echt wie möglich. Die Musiker sind in ihren 20ern und damit jünger als die meisten, die sich sonst an die Kultmusik der 1960er heranwagen. Es geht ihnen nicht nur darum, der Beatles-Generation authentischen Sound ihrer Zeit zu bieten. Sie wollen auch einer neuen Generation von Popfans klarmachen, wo die musikalischen Wurzeln ihrer Lieblingsbands – von Mando Diao bis Arctic Monkeys – liegen.

Andreas Feininger – New York in the Forties et al. (Eröffnung: Samstag, 6. Juli, 16 Uhr, Kunst- und Kulturzentrum, Austraße 9, Monschau. Eintritt frei): Klarheit, Einfachheit und Organisation sind die Grundprinzipien von Andreas Feiningers Arbeit. Über das Kunstgenre, für das er weltweiten Ruhm erntete, sagte er: „Fotografie, die Sprache des Sehens, ist mein Medium. Indem sie die Kluft zwischen Sprache und Buchstaben überbrückt, wird sie zum idealen Mittel der weltweiten Kommunikation.“ Und so sind Feiningers Werke universell verständlich – und faszinierend.

Die Fotokunst von Andreas Feininger hat einen Charakter, der unverwechselbar ist. Den für ihn typischen Stil prägen Aufnahmen mit Fachkameras und Spezialobjektiven mit weiter Brennweite. Er experimentierte ebenso mit Porträts und Nahaufnahmen. Die bekanntesten seiner Werke sind indes Architektur-Motive. Er inszenierte gern Großstädte wie New York, setzte Bauwerke spannungsreich in Kontext mit natürlichen Phänomenen wie etwa dem Himmel, einem nebelartigem Dunst oder Wasser. Diese Fotos konzentrieren sich nie auf ein Detail, sondern zeigen eine Weite, in der das Große selbst zu einem Detail wird. Oder das Auge täuscht, wenn ein Treppenhaus perspektivisch begründet die Form eines Schneckenhauses annimmt.

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