Aachen - Kulturfestival: Bela B und Nina Hagen dabei

Kulturfestival: Bela B und Nina Hagen dabei

Von: Udo Kals
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Spaß garantiert: Bela B füllt alleine und mit den Ärzten seit Jahren die Konzerthallen in Deutschland. Foto: ddp

Aachen. Nach der Country-Rockband The Boss Hoss im Vorjahr werden in diesem Sommer gleich zwei musikalische Hochkaräter beim Kulturfestival der Städteregion die Bühnen rocken.

Den Anfang macht am 17. Juli Bela B, der sowohl als Schlagzeuger und Sänger der Band Die Ärzte als auch mit seiner im Oktober erschienenen zweiten Solo-Platte „Code B” in den Charts zu Hause ist. Für den 31. Juli hat sich Nina Hagen angesagt, die sich nicht nur mit ihren schrägen und schrillen Auftritten und Produktion über mehrere Jahrzehnte einen Namen gemacht hat.

Auf welchen Bühnen in der Städteregion die Künstler im Sommer auftreten werden, ist zwar noch nicht klar, sagt Dr. Nina Mika-Helfmeier. Aber eins ist sicher: „Die Konzerte sind für die Besucher kostenlos, da sich erneut genügend Sponsoren engagieren”, fügt die Kulturbeauftragte der Städteregion an, die einige Veranstaltungsorte für die Konzerte auf der Agenda hat - sei es das Flughafengelände Merzbrück in Würselen, der Eschweiler Marktplatz, der Aachener Katschhof oder aber auch das Alsdorfer Annagelände. Mika-Helfmeier geht zuversichtlich in die Gespräche mit den Städten: „Schließlich sind die Künstler eine gute Visitenkarte für die Städteregion und die Städte, in denen sie auftreten werden. Jetzt geht es darum, für die Konzerte die perfekte Bühne zu finden.”

Dass sie noch lieber die Berliner Kultband Die Ärzte in die Städteregion geholt hätte, daraus macht Mika-Helfmeier keinen Hehl. „Die Gruppe gehört absolut zu meinen Lieblingsbands”, gesteht die Kulturbeauftragte, die sich im vorigen Jahr bereits mit der Verpflichtung von The Boss Hoss einen großen Wunsch erfüllt und einen Knaller nach Eschweiler gelotst hatte. „Doch das soll nicht heißen, dass Bela B für mich zweite Wahl wäre. Die Ärzte touren in diesem Jahr nun mal nicht. Und wer Bela einmal live gesehen und gehört hat, der weiß, dass die Show ein richtiger Punkrock-Knaller ist.”

Was die Zuschauer bei Nina Hagen erwartet, ist indes nicht immer so sicher. „Sie ist auf der Bühne immer für eine Überraschung gut”, sagt Mika-Helfmeier und weiß, dass ein solches Engagement auch seine Risiken birgt. „Natürlich hatte ich deswegen zunächst auch Bauchschmerzen”, sagt sie: „Aber Nina Hagen ist eine interessante Person und der beste Beweis dafür, dass Kunst nicht immer harmonisch sein muss. Jeder kennt ihren Namen - jetzt hat jeder die Chance, sie einmal live zu sehen”, freut sich Mika-Helfmeier auf einen weiteren Höhepunkt des Kulturfestivals der Städteregion, das Jahr für Jahr größere Dimensionen annimmt.

Vor sieben Jahren wurde die Reihe als Straßentheaterfestival des damaligen Kreises Aachen gestartet und ist seit 2006 das kulturelle Begleitprogramm des Kreises zum CHIO. Dabei gewinnt das Festival seither immer neue Facetten hinzu, ohne seine Ursprünge zu vernachlässigen. „So werden auch in diesem Jahr wieder zwischen Baesweiler und Monschau zahlreiche Tanz- und Theateraufführungen stattfinden”, verspricht Mika-Helfmeier, die auch schon für das Jahr 2011 Pläne hat: „Lenny Kravitz auf Merzbrück spielen zu sehen, das wäre schon ein Traum.”
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