Monschau - KuK Monschau zeigt Meisterstücke der Lithographie

KuK Monschau zeigt Meisterstücke der Lithographie

Von: avl
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Freuen sich über den Erfolg der Ausstellung und des begleitenden Kataloges (v.l.n.r.): Dr. Nina Mika-Helfmeier, Franz Wilhelm Hermanns (Geschäftsführer des Monschauer Geschichtsvereins), Sigrid und Hans-Gerd Lauscher. Foto: van Londen

Monschau. Gleich zwei künstlerische Höhepunkte bot das Kunst- und Kulturzentrum Monschau (KuK) den vielen interessierten Besuchern auf der Vernissage zur aktuellen Ausstellung „Das lithographische Werk von Jean Nicolas Ponsart (1788 - 1870)”.

Neben der Präsentation der Lithographien des aus Malmedy stammenden Jean Nicolas Ponsart hat am frühen Abend die KuK Stipendiatin Giselle Cleres Eigenkompositionen aus der Zeit ihres Monschauer Stipendiums präsentiert.

„Mein ganz besonderer Dank”, so die künstlerische Leiterin Dr. Nina Mika-Helfmeier bei der Begrüßung, „gilt Hans-Gerd Lauscher. Ohne Sie, wäre diese schöne Ausstellung nie zustande gekommen.”

In akribischer Arbeit führt Hans-Gerd Lauscher vom Vorstand des Monschauer Geschichtsvereins redaktionell durch die begleitende Dokumentation zur Ausstellung - einem aufwendig gestalteten 100-seitigen Katalog. „Das Zustandekommen einer solch umfassenden Ausstellung ist vor allem der Initiative und Beharrlichkeit der Leiterin des KuK-Zentrums, Frau Dr. Nina Mika-Helfmeier, zu verdanken”, erklärte Hans-Gerd Lauscher.

Der umfangreiche Katalog wurde kompetent von Bernd Held gestaltet. Der anlässlich einer Ponsart-Ausstellung im Kreismuseum Blankenheim 1988 erstmals erschienene Text wurde überarbeitet und erweitert, im Anhang zahlreiche Abbildungen hinzugefügt.

Heinz Frenz und Klaus Ring förderten durch ihre Mithilfe den Neudruck. Auch an die freundliche Unterstützung von Kennern und Freunden Ponsarts - den verstorbenen Simone Villers, Walter Kaefer und Albert Fagnoul aus Malmedy, erinnerte Hans-Gerd Lauscher.

Schönheiten der Heimat

Mit der ausschließlichen Präsentation der Lithographien von Jean Nicolas Ponsart (1788 - 1870) aus Malmedy wird ein Künstler des 19. Jahrhunderts vorgestellt, der sich in seinem Werk überwiegend mit der Region zwischen Maas, Rhein und Mosel auseinandergesetzt hat. Seit den 1820er Jahren machte er sich auf,repräsentative Neubauten in Aachen, wenig bekannte Altertümer der Eifel, Naturschönheiten des Ahrtals in seiner wallonischen Heimat zu erkunden und künstlerisch zu gestalten.

In die Kunstgeschichte eingegangen ist Ponsart vor allem als ein Meister der Lithographie. Während er sich in seinen Anfängen noch auf das Zeichnen beschränkte, übernahm das schwierige, seitenverkehrte Übertragen der Zeichnungen auf den Stein schließlich selber.

Wer heute mit geschärftem Blick für harte Tatsachen die mehr als 160 Jahre alten Lithographien von Ponsart betrachtet, ist geneigt, sie allesamt als romantisch verklärende und biedermeierlich verharmlosende Reminiszenzen einer versunkenen Zeit anzusehen. Dabei wird nur allzu leicht der dokumentarische Wert seines zwischen 1826 und 1852 entstandenen Werkes übersehen, den schon seine Zeitgenossen erkannten, wenn sie in seinen zahlreichen Ansichten mittelalterlicher Burgen die baulichen Überreste vergangener Zeiten naturgetreu bewahrt wussten.

Musikalischer Leckerbissen

Mit „Chansons á coer joie” überschieb die KuK-Stipendiatin, Giselle Cleres, ihren Solo-Auftritt. Am Piano und zur Gitarre präsentierte sie mit ihrer eigenwilligen, wie auch faszinierenden Stimme Eigenkompositionen aus der Welt des Jazz und des Chansons. „Chan-songs” nennt sie ihre Werke und trifft damit scheinbar exakt einen wichtigen musikalischen Nerv ihrer Zuhörer. Vor vollbesetztem Veranstaltungsraum gelang es ihr, die Welt um sie herum zu verzaubern.

Eine CD mit ihren Liedern und der Katalog zu den Arbeiten von Jean Nicolas Ponsart sind im Monschauer Kunst- und Kulturzentrum für eine Schutzgebühr von 5 Euro und 10 Euro zu erwerben.
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