Künstlicher Damm schützt Baustelle vor dem Wasser der Olef

Letzte Aktualisierung:

Gemünd. Ein künstlicher Damm aus Schal-Platten wurde jetzt in der Olef in Gemünd errichtet. Dort saniert derzeit die Firma Karl Josef Henn aus Kesternich die Stützmauer entlang der kleinen Verbindungsstraße zwischen Dreiborner Straße und Kirche.

Zu Beginn der Woche wurden die Schal-Platten als Damm vor die Mauer gesetzt und anschließend mit einer Plane und Sand verfüllt. Wie Horst Kirfel, Leiter des Schleidener Baumamtes, mitteilte, werden die Schalungen noch mit weiterem Bauschutt gefüllt, der beim Freilegen des Fundaments der alten Mauer ausgebuddelt wird. Damit hinter der Barriere im Trockenen gearbeitet werden kann, wird eindringendes Wasser abgepumpt.

Fundament 1,20 Meter tief

Die Mauer wird in vier Abschnitten erneuert. Dazu wird jeweils zunächst die Verblendung und danach die dahinter befindliche Betonmauer entfernt. Auf diese Weise will man verhindern, dass es zu Instabilitäten kommt, zumal man nicht weiß, in welchem Zustand sich das alte Material befindet.

Für die neue Mauer wird ein 1,20 Meter ins Bachbett reichendes Fundament geschaffen. Diese erhält einen Fuß in L-Form, der in Richtung der Häuser zeigt. Dieser Betonfuß wird anschließend mit Aushub bedeckt, um später größere Stabilität zu erreichen. Die Betonmauer wird dann bis zur Straßenkante hochgezogen. Das derzeit dort zu sehende kleine Mäuerchen wird also verschwinden. Anschließend wird ein Schutzgitter angebracht.

Zwischen den vier Mauerabschnitten werden Dehnungsfugen für Elastizität sorgen. Außerdem sind zwei Überkragungen aus Beton geplant, auf denen die Stadt Sitzgelegenheiten anbringen wird. Von dort aus wird man später einen idyllischen Blick auf den Zusammenfluss von Olef und Urft genießen können.

Gutachten erstellt

Es sei nicht zu erwarten, dass durch die Bauarbeiten Schäden an den Gebäuden entstünden, sagt Kirfel. Sie stünden fest auf Felsmaterial. Man habe aber für alle Gebäude Gutachten erstellt und eine Beweissicherung durchgeführt für den Fall, dass sich doch etwas Unvorhergesehenes ereignet.

Eigentlich ist nicht beabsichtigt, Versorgungsleitungen und den Kanal zu erneuern. Diese werden allerdings freiliegen. „Man weiß nie, was da so passiert”, sagt Kirfel. Möglicherweise müsse dann doch etwas erneuert werden.

Bis November soll die Betonmauer mit den beiden Kragplatten fertiggestellt werden. Wenn das Wetter mitspielt, wird noch in diesem Jahr mit der neuen Verblendung begonnen. Dafür wird in der Regel neues Material verwendet, Steine aus der alten Verblendung können aber mitgenutzt werden.

Kein Hochwasser

Wie Bauleiter Karl Josef Henn berichtete, werden die Arbeiten durch die beengten Platzverhältnisse etwas erschwert. Die Bauarbeiter brauchen allerdings keine Angst zu haben, dass Hochwasser ihnen die Baustelle überschwemmen könnte. Horst Kirfel verweist darauf, dass die Wassermengen durch den Zufluss aus der Oleftalsperre geregelt werden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert